Grüne/Vana: Textil- und Bekleidungsindustrie braucht endlich faire Arbeitsbedingungen

Europäische Kommission bleibt klare und verbindliche Regeln schuldig

Brüssel (OTS) - Am 24. April jährt sich der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch zum dritten Mal. Der Gebäudeeinsturz hat mehr als 1.100 Menschen das Leben gekostet, über 2.500 wurden verletzt, viele davon können heute nicht mehr arbeiten. Das Europaparlament hat letztes Jahr strengere Regeln für Sozial- und Umweltstandards in der Bekleidungsindustrie beschlossen, doch seither wurde von der Europäischen Kommission keine entsprechende Gesetzesinitiative vorgelegt, kritisiert die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana: „Es ist eine Schande, dass es die Kommission auch drei Jahre nach der Katastrophe noch immer nicht geschafft hat, klare und verpflichtende Standards für die Textilbranche zu setzen, um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern."

Nächsten Montag veranstaltet die EU-Kommission eine Konferenz zur Bekleidungsindustrie: "Große Ankündigungen sind leere Versprechungen geblieben. Hochrangig besetzte Gedenkfeiern und Konferenzen können Gesetze nicht einmal annähernd ersetzen. Wir brauchen aber klare Regeln für die Textil- und Bekleidungsindustrie."

"Einige Länder haben in den vergangenen drei Jahren die Arbeitsbedingungen verbessert. Aber noch immer werden ArbeiterInnen ausgebeutet und arbeiten für Hungerlöhne unter schlimmsten Bedingungen. Wir fordern deshalb mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht für die Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Europäische Kommission muss endlich einen Gesetzesvorschlag vorlegen und die Unternehmen zu fairen Arbeitsbedingungen verpflichten", betont Vana.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Dominik Krejsa, MA
Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP
Grüner Klub im Parlament
1017 Wien
Tel.: +43 (0) 1-40110-6705

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005