Spindelberger: Firmen-Schulden bei Krankenkassen weit höher als Defizit

Wien (OTS/SK) - Durch die fahrlässige Zahlungsmoral der Unternehmen fehlen den Krankenkassen insgesamt 923 Mio. Euro, wie aus einer aktuellen Anfragebeantwortung durch Sozialminister Alois Stöger hervorgeht. „Die Schulden der Arbeitgeber sind weit höher als das prognostizierte Defizit der Krankenkassen, das bei 94 Mio. Euro liegt. Würden die Arbeitgeber ihre Beiträge ebenso ordnungsgemäß leisten wie die ArbeitnehmerInnen, wäre ein sinnvoller Leistungsausbau im Sinne der PatientInnen finanzierbar“, kritisiert SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, der die Anfrage gestellt hatte. ****

Für Spindelberger ist es „unmoralisch und inakzeptabel“, dass den ArbeitnehmerInnen die Sozialversicherungsbeiträge monatlich abgezogen werden, die Arbeitgeber diese aber nicht ordnungsgemäß an die Krankenkassen weitergeben. „Die fahrlässige Zahlungsmoral von Unternehmerseite ist eine Gefahr für ein solidarisches Gesundheitssystem“, so Spindelberger. In diesem Sinne fordert der SPÖ-Gesundheitssprecher die Wirtschaft auf, den angehäuften Schuldenberg gegenüber den Krankenversicherungen so rasch wie möglich abzubauen und ihren Verpflichtungen nachzukommen. (Schluss) bj/ph/mp

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