Gesundheit am Arbeitsplatz: Arbeitsmedizin zur Vorsorge

Österreichische Ärztekammer: Ganzheitliche ärztliche Expertise als Schlüssel zu wirkungsvoller Prävention

Wien (OTS) - Anlässlich der gestrigen Pressekonferenz der Bundesarbeitskammer zum Thema Arbeitspsychologen und -psychologinnen sowie Arbeitnehmerschutz betont die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK), dass Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner durch ihr medizinisches Studium und die gezielte Weiterbildung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Ausbildung speziell dafür geschult und geeignet sind, Zusammenhänge zu erkennen, die zu psychischen Belastungen im betrieblichen Umfeld führen. „Ein Arzt ist in der Lage, eine fundierte ganzheitliche Diagnose zu stellen. Auf dieser Basis kann der Entstehung bzw. Verschlimmerung von gesundheitlichen Problemen effektiv entgegengewirkt und vorgebeugt werden. Das betrifft selbstverständlich auch psychische Erkrankungen“, sagte der ÖÄK-Referent für Arbeitsmedizin, Karl Hochgatterer, am Donnerstag in einer Presseaussendung.

In der Prävention und frühzeitigen Erkennung von psychischen Erkrankungen von Arbeitnehmern spielten Arbeitsmediziner eine zentrale Rolle, schließlich habe Arbeitsmedizin das Ziel, die physische und psychische Gesundheit bzw. die individuelle Leistungs-und Arbeitsfähigkeit von Menschen bestmöglich zu erhalten und zu fördern.

Arbeitspsychologen könnten hier im Einzelfall unterstützen, so Hochgatterer. „Wesentlich ist aber, dass Arbeitsmediziner die körperlichen und psychischen Anforderungen an Menschen am Arbeitsplatz ganzheitlich betrachten.“ Arbeitsmediziner untersuchten nicht nur den Betroffenen und die Bedingungen an dessen Arbeitsplatz, sondern evaluierten etwa auch die Situation in einem Team und bezögen die gesamte Betriebssituation in ihre Lösungsvorschläge ein. Dabei spiele die besondere Vertrauensstellung der Ärztinnen und Ärzte auch im betrieblichen Umfeld eine wichtige Rolle.

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