Kampf gegen den Herztod mit leichtem Gepäck

Verein Puls stattet erste Fahrradstreifen der Wiener Polizei mit Mini-Defis aus

Wien (OTS) - Defibrillatoren können Leben retten!Deshalb erweitert die Wiener Polizei in Zusammenarbeit mit Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, ihre „Flotte im Kampf gegen den Herztod“ nun auf besondere Art: Ab sofort sind zusätzlich zu den Defis in Einsatzfahrzeugen und Polizeiinspektionen auch drei Fahrradstreifen der Wiener Polizei mit extrakleinen Versionen der lebensrettenden Geräte ausgestattet.

„Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dass unsere Dienstwägen mit Defis ausgestattet sind. Durch ersteintreffende Beamte, die mit der Wiederbelebung begannen, konnten mehr als 160 Menschenleben gerettet werden. Die Ausweitung des Projektes auf die Fahrradstreifen ist ein logischer nächster Schritt, in dem wir großes Potential sehen“, erklärt Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl anlässlich der Übergabe von drei Defis an die Fahrradpolizei.

Jedes Jahr sterben rund 12.000 Österreicherinnen und Österreicher den plötzlichen Herztod.
Seit 2013 betreiben der Verein Puls und die Wiener Polizei das Defi-Projekt „Polizei First Responder“. Dabei werden bei entsprechenden Notrufen, die in der Rettungsleitstelle der Wiener Berufsrettung eingehen, sowohl Rettungskräfte als auch die Polizei gleichzeitig verständigt. Wenn die Polizeibeamten vor den Rettungskräften vor Ort sind, übernehmen sie die Aufgabe des Ersthelfers. „Ich freue mich über diesen weiteren Schritt zum Aufbau eines Netzwerks an geschulten Ersthelfern. Die Zahl derer, die an einem plötzlichen Herzstillstand sterben, kann so langfristig deutlich verringert werden“, so Landtagspräsident und Puls-Präsident Harry Kopietz bei der Übergabe.

Insgesamt hat die Wiener Polizei inzwischen mehr als 200 Defis im Einsatz. Sie befinden sich in Dienststellen und Einsatzfahrzeugen der Wiener Polizei – und nun eben auch im Gepäck der Fahrradstreifen. Denn Laiendefibrillatoren – oder kurz „Defis“ - sind wichtige Hilfsmittel im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Sie sind einfach in der Handhabung und können durch einen kontrollierten Elektroimpuls das Herz wieder in den richtigen Rhythmus und somit zum Schlagen bringen. „Bei einem leblosen Patienten nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Effizient zu helfen ist dabei einfach: Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defis noch vor Eintreffen der Rettung können Zeugen eines Herzstillstands Hilfe leisten“, erklärt Dr. Markus Winnisch, Leiter des Projektes im Verein Puls und Arzt an der Medizinischen Universität Wien.

Was tun im Notfall?

  • Rufen - Um Hilfe rufen! Notruf 144
  • Drücken - Herzdruckmassage: rasch und kräftig auf die Mitte des Brustkorbs drücken bis die Rettung eintrifft
  • Schocken - Wenn ein Defi verfügbar ist, das Gerät einschalten und den Sprachanweisungen folgen

Entschlossene Hilfe wirkt!
Durch Herzdruckmassage kann Blut und damit Sauerstoff durch den Körper gepumpt werden, bis professionelle Hilfe eintrifft. Ein schlagendes Herz kann damit niemals außer Takt gebracht werden, ein Zuviel an Herzdruckmassage ist also unmöglich. Der Defi führt mittels Sprachanweisungen durch die Anwendung und stellt selbstständig fest, wann ein Elektroimpuls notwendig ist. Dazu müssen lediglich zwei Elektroden auf den entblößten Brustkorb des Patienten aufgeklebt werden. Durch den Stromimpuls eines Defis besteht die Möglichkeit, das Herz wieder in den richtigen Rhythmus und somit zum Schlagen zu bringen.

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