FPÖ-Skandal: Wo bleibt Darmanns Reaktion auf Leyroutz?

Fellner: Wird FPÖ-Parteitag durch Leyroutz-Honorarskandal zum Waterloo für Neo-Parteichef Darmann? Lässt Strache den Deal der Wiedervereinigung mit dem blauen Kärnten-Ableger platzen?

Klagenfurt (OTS) - „Wo Blau regiert wird abkassiert!“, scheint sich nach dem jüngsten von FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz angetretenen Wahrheitsbeweis ein weiteres Mal zu bestätigen. Nicht zuletzt die Rechtfertigung Leyroutz‘, dass seine mehr als fragwürdigen Leistungen „korrekt“ abgerechnet wurden, verstärke den Eindruck, dass sich die FPÖ bzw. diverse Vertreter der Blauen völlig moralbefreit und ohne jegliches Unrechtsbewusstsein bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit beiden Händen Geld in die Taschen stopfen, so SPÖ-Landesgeschäftsführer Daniel Fellner, der den designierten FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann auffordert, nach tagelangem Schweigen endlich die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

„Dass Darmann sich sonst mehr oder weniger kompetenzlos zu allen möglichen Themen äußert und den scheinheiligen Moralapostel gibt, aber schweigt, wenn einer seiner Mandatare ganz „korrekt“ mehr als 500 Euro für ein einziges Telefonat und mehr als 20.000 Euro für ein angebliches Abendessen zu zweit verrechnet, spricht Bände - nicht nur für das Moralverständnis dieser Abkassierer-Partei, sondern vor allem über die Parteiführung“, macht Fellner deutlich.

Mit seinem Schweigen habe Darmann seinen Anspruch, die FPÖ aus ihrem Image als Kärntner Skandal-Partei zu führen, bereits verwirkt. Durch seine Untätigkeit signalisiert Darmann offenbar sein Einverständnis mit solch haarsträubenden Vorgangsweisen. Dabei sollte Darmann wenn schon nicht im Interesse einer gewissen Polithygiene dann im eigenen Interesse unmissverständliche Worte und Konsequenzen im Leyroutz-Honorarskandal finden.

„Ansonsten droht der FPÖ-Parteitag am 4. Juni in Finkenstein für ihn zum Waterloo zu werden. Denn gerade in einer monokratischen Partei wie der FPÖ dürften sich die Funktionäre von ihrem Anführer erwarten, dass er deutliche Worte findet und für Recht und Ordnung sorgt“, so Fellner.

Schwer vorstellbar dürfte unter diesen Vorzeichen auch die blaue Wiedervereinigung des Kärnten-Ablegers mit der Bundes-FPÖ sein: „In diesem Zusammenhang muss man auch Heinz-Christian Strache fragen, ob und wie lange er derartige Abkassierer wie Leyroutz und einen diesen auch noch verteidigenden Landesparteiobmann Darmann in seinen Reihen duldet“, wartet Fellner gespannt auf blaue Kommandos aus Wien.

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