Austrian Standards begrüßt Entwicklung eines neuen Förderkonzepts von bmvit, AIT & FFG zur Unterstützung einer nationalen Industriepolitik

Wien (OTS) - „Standards sind mitentscheidend, wenn es darum geht, Forschungsergebnisse in wirtschaftliche Erfolge umzusetzen“, sagt Elisabeth Stampfl-Blaha, Direktorin von Austrian Standards. Gute nationale Normungsstrategien würden deswegen auch beispielsweise mit der Industriepolitik abgestimmt werden. „Die Rückkehr zu einer eigenen österreichischen Industriepolitik wäre zugleich ein guter Anlass, die österreichische Normungsstrategie nachzujustieren“, so Stampfl-Blaha am Dienstag.

Ziel sei es, neue Normungsprojekte dort zu initiieren und Experten in jene internationalen sowie europäischen Normungskomitees zu entsenden, wo es gilt, starke österreichische Interessen zu vertreten, um der heimischen Industrie bei einem effizienteren Markteintritt zu helfen. Weltweit anerkannte Standards schaffen Zugang zu größeren Märkten und leisten einen „wesentlichen Beitrag zum effizienten Transfer von Forschungsergebnissen und innovativen Ideen in die Praxis“, so Karl Grün, Director Standards Development von Austrian Standards Institute.

Expertinnen und Experten aus Industrie, Forschung und der kommunalen Verwaltung haben deshalb bereits damit begonnen, an Standards für Industrie 4.0 oder dem Ausbau des digitalen Netzes zu arbeiten. Auch das AIT ist in Österreich ein wichtiger Partner beim Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

Sensortechnik und sichere Führerscheine

Dass Normung Sinn macht, glauben auch VIRTUAL VEHICLE Research Center (VIF) und AVL List in Graz. Experten sind über das österreichische Normungsinstitut Austrian Standards in das internationale Normungskomitee Sensor Networks eingebunden. Dort werden gerade weltweite Standards dafür definiert, wie Sensornetzwerke in unterschiedlichsten Bereichen effizient zum Einsatz kommen können. Das von der Forschungsgesellschaft VIF als Kompetenzzentrum geleitete, europäische Projekt DEWI, an dem 60 Partner aus Industrie und Forschung zusammenarbeiten, ist dabei, für drahtlose Sensornetzwerke in Verbindung mit drahtloser Kommunikation internationale Standards zu setzen: insgesamt in mehr als 20 klar an der Industrie orientierten Anwendungsfällen für Straßen- und Schienenfahrzeuge, Flugzeuge und Gebäudetechnik. Für die Umsetzung in die Praxis und den Markterfolg ist die Verankerung in internationalen Standards entscheidend, ist allen Beteiligten klar.

Ein anderes Beispiel ist die österreichische Staatsdruckerei, die über Austrian Standards bei der internationalen Normung in ISO-Komitees mitmacht. „Als Produzent des österreichischen Reisepasses, der Führerschein-Karte, des Personalausweises und vieles mehr besitzt die ÖSD ein umfassendes Know-how im Bereich fälschungssicherer Dokumente, das bereits in die Entwicklung der internationalen Führerschein-Norm ISO 18013 eingeflossen ist“, bestätigt Jörg Nachbaur, Komitee-Manager bei Austrian Standards, die Kompetenz des österreichischen Unternehmens für Hochsicherheitsfragen.

Über Austrian Standards:

Standards sind Normen und Regelwerke. Sie dienen dem Wohl und der Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass eins verlässlich zum anderen passt. Standards stehen für Qualität und damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen transparenten Normungsprozess in Österreich sicher.

Als das österreichische Mitglied von CEN, dem Europäischen Komitee für Normung, und ISO, der Internationalen Organisation für Normung, ermöglicht Austrian Standards allen, Normen mitzugestalten und macht Standards als sinnvolles, international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich und anwendbar.

Austrian Standards beschäftigt derzeit 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro pro Jahr.
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