MA 22: Strengste Auflagen für den Zieselschutz in Wien

Ökologische Bauaufsticht begleitet und kontrolliert Abtragen der Grasnarbe auf dem Gelände beim Heeresspital

Wien (OTS) - Strengsten Schutz für die Ziesel garantieren die strengen Auflagen der MA 22- Wiener Umweltschutzabteilung im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für ein Wohnbauprojekt beim Wiener Heeresspital.

Die nun stattfindenden Maßnahmen auf dem Areal sind naturschutzrechtlich rechtskräftig genehmigt. „Grundlage dafür ist das Wiener Naturschutzgesetz, das die europäischen Richtlinien, insbesondere den Artikel 16 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) vollinhaltlich umsetzt und sogar noch strenger ist“, stellt Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzbehörde MA 22, fest.

Die Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 hat sichergestellt, dass die Arbeiten auf dem Grundstück durch eine ökologische Bauaufsicht begleitet werden, die die Umsetzung der Genehmigungs-Auflagen penibel kontrolliert. „Durch die strengen Auflagen wird gewährleistet, dass die auf dem Grundstück lebenden geschützten Tiere nicht zu Schaden kommen“, so Büchl-Krammerstätter. Dies gilt für die wenigen noch auf dem von den aktuellen Arbeiten betroffenen Areal lebenden Zieseln genauso wie für die allenfalls dort möglicherweise vorkommende Zauneidechse.

Die Auflagen der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 umfassen u.a.:

o Es darf kein schweres Gerät zum Einsatz kommen.
o Werden im Zuge der Arbeiten Baue entdeckt, müssen diese händisch abgetragen werden.
o Danach kann der Boden bis zu maximal 30 Zentimeter Tiefe schichtweise weiter abgetragen und abschließend ein Vlies ausgebracht werden.
o Die Arbeiten sind unter strenger ökologischer Aufsicht von FachexpertInnen durchzuführen.
o Diese achten darauf, dass, falls auf dem Areal vereinzelt Zauneidechsen vorkommen, diese nicht zu Schaden kommen.
o Die Arbeiten dürfen nur in einem sehr kurzen Zeitfenster von etwa vier Wochen im April beziehungsweise im Juli durchgeführt werden – um weder die Winterruhe der Ziesel noch deren Jungtiere zu stören.
o Im Genehmigungsbescheid ist auch Sorge getragen, dass vereinzelt vorkommende Zauneidechsen nicht zu Schaden kommen.

In Wien leben insgesamt bis zu 800 geschützte Tierarten, davon 9500 Ziesel. Die weite Verbreitung der Zauneidechse ist über das gesamte Stadtgebiet - außerhalb des Gürtels - verteilt. Die aktuellen Vorarbeiten für den Wohnbau wurden mit strengen Auflagen auf einem Drittel der Fläche beim Heeresspital genehmigt. Auf diesem Teilareal wurden lediglich die wenigen oben erwähnten Zieselbaue gefunden. Zauneidechsen waren bisher nicht gesichtet worden. Auch wenn der Bereich als Lebensraum für Zauneidechsen nicht sehr geeignet ist, können vereinzelte Vorkommen nicht ausgeschlossen werden. Auch diesem Umstand trägt der Genehmigungsbescheid der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 selbstveständlich Rechnung.

“Durch das vorsichtige, sehr langsame Abtragen der Grasnarbe mit leichtem Gerät und die ständige Begleitung durch die ökologische Aufsicht ist sichergestellt, dass kein Tier zu Schaden kommt”, so Büchl-Krammerstätter abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Georg Patak
Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
Mobil: 0676 8118 73562
E-Mail: georg.patak@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at

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