Reisecker: Tiergesundheitsdienst ist wichtiger Partner unserer Bäuerinnen und Bauern

Fixe Größe in der Produktion sicherer Lebensmittel

Wien (OTS) - "Der Österreichische Tiergesundheitsdienst (TGD) bietet den Landwirten die Voraussetzung, den hohen Ansprüchen und Erwartungen der Konsumenten, Handelsketten und nicht zuletzt des Gesetzgebers im Hinblick auf Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft gerecht zu werden. Der TGD als "Eigenkontrollsystem" hat sich in der heimischen Landwirtschaft etabliert und sucht seinesgleichen in Europa", betonte Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich und Vorsitzender des Ausschusses für Tierproduktion in der LK-Österreich. "Um die qualitativ besten Lebensmittel in Europa zu produzieren, braucht es als Basis gesunde, leistungsstarke Tiere. Seit der Gründung des TGD vor über zehn Jahren hat sich in der Landwirtschaft viel verändert. Strukturwandel und offene Märkte fordern unsere Bauern. Der Tiergesundheitsdienst hat sich in dieser Zeit als starke Partnerschaft zwischen Tierärzten und Landwirten herausgestellt, in der sich beide Partner auf Augenhöhe begegnen."

Gesunde Tiere: Grundlage für sichere Lebensmittel

Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Um Lebensmittelsicherheit gewährleisten zu können, müssen alle Aspekte der Lebensmittelherstellungskette als zusammenhängender Prozess betrachtet werden. Das reicht von der Primärproduktion und Futtermittelherstellung bis hin zum Verkauf beziehungsweise Abgabe an den Endverbraucher. Auf der Stufe der Primärproduktion kommt dem Tiergesundheitsdienst eine wesentliche Bedeutung zu.

Eine einwandfreie Primärproduktion, die die Bereiche Fütterung, Haltungsbedingungen, Tierschutz, Stallhygiene, Stallklima, Tierseuchenüberwachung und Medikamenteneinsatz umfasst, ist die Grundlage qualitativ hochwertiger Lebensmittel. Diese Punkte werden im Rahmen der Betriebserhebungen im Tiergesundheitsdienst systematisch überprüft, einhergehend mit der Sicherstellung der Dokumentation. "Krankheiten vermeiden statt Krankheiten behandeln" ist eine Umschreibung für die Arbeit der Tierärzte sowie Tierhalter im TGD und spiegelt somit auch den Ansatz der europäischen Kommission "prevention is better than cure" wieder.

"Hinzu kommt, dass die allgemeinen Anforderungen des EU-Lebensmittelrechts zum Teil auch Bestandteil der Cross Compliance-Vorschriften sind. Hierbei werden Punkte, wie allgemeine Hygienebedingungen, Rückverfolgbarkeit (Aufzeichnungen) und Futtermittelsicherheit (Lagerung und Herstellung) durch die entsprechende Fachbehörde neben den anderen veterinärrechtlichen Vorschriften (Tierkennzeichnung, Tierarzneimittelanwendung und Tierseuchen) überprüft. Der TGD bietet die einzigartige Möglichkeit den Landwirt unter der Verantwortung seines Betreuungstierarztes in die Behandlung seiner Tiere einzubinden, wenn der Tierhalter entsprechend geschult ist", so Reisecker.

Diese bildet auch die Grundlage für richtige Managemententscheidungen am Betrieb. "Der Landwirt hilft schließlich mit, Tiergesundheitsstörungen rechtzeitig zu erkennen beziehungsweise überhaupt vermeiden zu können", erläutert der Präsident. Um das Wissen der am TGD teilnehmenden Tierärzte und Landwirte auf dem letzten Stand zu halten, sind diese verpflichtet, regelmäßig an Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI), als Bildungsträger der österreichischen Landwirtschaftskammern, bietet dazu ein umfangreiches Angebot an und weitet dieses laufend aus. So gibt es seit kurzem sogar ein e-learning Angebot, wo sich Landwirte über die Wichtigkeit und praktische Umsetzbarkeit von Biosicherheits-Maßnahmen am landwirtschaftlichen Betrieb informieren können.

"Besser werden in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Tierwohl/Tiergesundheit und Antibiotikaresistenzen vermeiden", nennt Reisecker schließlich als Ziele der Bauernvertretung für die nächsten Jahre.
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