SJ-Herr: „Geld nicht in den Wind werfen! Auch Reiche müssen endlich zahlen.“

Sozialistische Jugend forderte bei Flashmob vor RBI Robin Hood Steuer, Austrocknung von Steueroasen und endgültiges Aus für Bankgeheimnis

Wien (OTS) - „Viele haben es schon gewusst: Wer arbeitet, zahlt Lohnsteuer. Wer Vermögen hat, versteckt es in Steueroasen und zahlt gar nix!“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, über die Enthüllungen der Panama-Papers. 5,8 Billionen Dollar liegen in Steueroasen und europäischen Staaten entgeht jährlich eine Billion Euro durch Steuerflucht. „Dieses Geld nicht einzutreiben, ist wie Geld in den Wind zu werfen“, kritisiert Herr beim heutigen Protest vor der Raiffeisenbank International, bei dem sinnbildlich massenhaft Geldscheine in den Wind geworfen wurden.

Die Annahme, Vermögen sei im globalen Finanzsystem nicht greifbar, hält Herr für eine Mär: „Mit den richtigen nationalen und internationalen Antworten ist Finanzvermögen sehr wohl besteuerbar!“ Beispiele für Maßnahmen auf nationaler Ebene sind das Ende des Bankgeheimnisses und das Stopfen von Steuerschlupflöchern. „Das Bankgeheimnis nutzt nur den Reichen. Was ArbeiterInnen verdienen, weiß der Staat sowieso“, begegnet Herr weit verbreiteten Sorgen in der Bevölkerung. Ebenfalls im Forderungskatalog der Sozialistischen Jugend findet sich eine Robin Hood Steuer auf Finanztransaktionen, die mit minimalen 0,05% bereits 400 Milliarden Dollar einbringen würde, und ein globaler Vermögensregister, der Überblick und Einsicht in globale Geldflüsse schaffen soll.

„Die Panama-Leaks sind nur die Spitze eines Eisbergs aus Steuerbetrug, Steuerflucht und Geldwäsche“, so Herr und verweist darauf, dass Mossack Fonseca nur eines von vielen Unternehmen ist, das solche Dienstleistungen anbietet. Wenn gleichzeitig weltweit 839 Millionen ArbeiterInnen von weniger als 1,50 Euro am Tag leben müssen und auch in Europa Geld für Sozialsysteme, Bildung und Gesundheit fehlt, dann ist für Herr klar: „Wir leben in einem System, in dem Profite mehr zählen als Menschen. Diesem System sagen wir den Kampf an!“

Fotos der Aktion stehen hier zur Verfügung:
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