Schmid: Als Gesellschaft entschieden gegen Antisemitismus auftreten

Keine Toleranz gegenüber zunehmenden Übergriffen – Integration aller MigrantInnen ab dem ersten Tag vorantreiben

Wien (OTS/SK) - Besorgt über die aktuellen Zahlen des vom Forum gegen Antisemitismus präsentierten Antisemitismusberichts 2015 zeigt sich SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid: „Die Zahl der Übergriffe, Drohungen und Beleidigungen nimmt nun seit einigen Jahren wieder zu. Besonders im Internet, wo viele Menschen – oft aus der Anonymität heraus – gegen andere hetzen und Hass schüren“, stellt Schmid fest. „Wir müssen als Gesellschaft entschieden gegen jede Form von Antisemitismus auftreten. Es darf hier keine Toleranz geben“, forderte Schmid am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

„Die Zahl der tätlichen Übergriffe geht zurück, das ist erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gewalt schon früher beginnt – auf verbaler Ebene und durch Ausgrenzung“, sagt Schmid. „Wir dürfen nicht zulassen, dass in unserer Gesellschaft jüdische Einrichtungen immer stärker geschützt werden müssen. Dass wir in einer Gesellschaft leben, in der antisemitische Untertöne und Hetzparolen akzeptiert werden“, fordert Schmid, der in diesem Zusammenhang auch politische Akteure wie die FPÖ kritisiert, die durch „Einzelfälle“ und „Ausrutscher“ eine Verrohung der Sprache und eine sukzessive Desensibilisierung der Öffentlichkeit befördert.

Die Israelitische Kultusgemeinde fürchtet einen Anstieg antisemitischer Übergriffe mit islamistischem Hintergrund. „Diese Befürchtungen müssen wir ernst nehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Menschen, die zu uns kommen, vom ersten Tag an integriert werden. Damit sie eine Perspektive haben und weniger anfällig für extremistische Tendenzen und Strömungen werden“, stellt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer klar.

„Wir wollen in Österreich ein Klima des Respekts und des Miteinanders. Dafür steht auch Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer. Er ist jemand, der Brücken baut und für offenen Dialog steht.“ Dagegen sei jemand, der die Bedeutung des Verbotsgesetzes infrage gestellt habe und einer politischen Partei des rechten Randes entstamme, „wohl weniger geeignet, ein modernes, aufgeschlossenes Österreich zu repräsentieren, in dem Antisemitismus keinen Platz haben darf“. (Schluss) sc/bj

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