Korosec zum Weltgesundheitstag 2016: Diabetes wirksam bekämpfen

Pflegende Angehörige stärken – Demenzstrategie umsetzen

Wien (OTS) - Zum morgigen Weltgesundheitstag stellt Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes Ingrid Korosec fest:

„Die WHO hat den Weltgesundheitstag 2016 nur einem Thema gewidmet, der Prävention und Behandlung von Diabetes. Die Konzentration darauf ist auch mehr als berechtigt, da bereits 60 Millionen EU-Bürger von dieser Krankheit betroffen sind und die Zahl weiter steigen wird“.

Es gibt bekanntlich zwei Hauptformen von Diabetes, während bei Typ 1 Personen überhaupt kein körpereigenes Insulin produzieren, haben Menschen mit Typ 2 zwar eigenes Insulin, welches aber entweder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist oder vom Körper nicht richtig verarbeitet wird.

Vom Typ 2 Diabetes sind rund 90 % aller Fälle betroffen und dies stellt damit eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Dabei lassen sich gerade diese Diabetesfälle zum großen Teil verhindern, insbesondere durch Beibehaltung eines normalen Körpergewichts, regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung“.

Korosec: „Diabetes lässt sich auch gut behandeln und wirksam bekämpfen, wobei ein verbesserter Zugang zu Diagnoseangeboten, Aufklärung über Selbstbewältigung und eine Therapie entscheidende Elemente darstellen.

„Am Wichtigsten ist natürlich die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, da erst bei Bekanntsein dieser Erkrankung (oder der Möglichkeit dazu) Schritte der Betroffenen zur Lebensstiländerung gesetzt werden können“, so Korosec.

Als weitere wichtige Punkte für 2016 nennt Korosec die Stärkung der pflegenden Angehörigen und die Umsetzung der österreichischen Demenzstrategie.

„Rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause von Angehörigen betreut und gepflegt – zumeist durch die (Ehe-)Partner oder durch Töchter und Söhne. Zur Unterstützung und weiteren Entlastung sind ein massiver Ausbau an Tageszentren, Kurzzeitpflege, leistbaren mobilen Diensten sowie ein Rechtsanspruch auf Ersatzpflege erforderlich. Ebenfalls sollen die Hausbesuche bei pflegenden Angehörigen und höchst erfolgreichen Beratungsangebote durch das „Kompetenzzentrum für die Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege“ - vor allem quantitativ - ausgebaut werden. Das Pflegegeld ist künftig an die regelmäßig steigenden Pflegekosten anzupassen“ so Korosec.

„Die Demenzstrategie muss mit Leben erfüllt und mit konkreten Zeit – und Budgetschienen umgesetzt werden, damit die Betroffenen nicht noch jahrelang auf Verbesserungen warten müsse“, so Korosec abschließend.

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