Aubauer: Bis 2020 soll in ganz Österreich die Hospiz- und Palliativversorgung sichergestellt sein

ÖVP-Seniorensprecherin zum morgigen 7. Wiener Hospiztag

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Sterbebegleitung und Schmerzlinderung bei Todkranken ist ein Thema, das viele gerne verdrängen. Aber es betrifft jeden und daher ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Wir haben erst vor eineinhalb Jahren begonnen, das Thema Lebensende aus dem Tabubereich herauszuholen. Das sagte heute, Mittwoch, die Vorsitzende der Enquete-Kommission und ÖVP-Seniorensprecherin Abg. Mag. Gertrude Aubauer anlässlich des morgigen Wiener Hospiztages, der im Kardinal-König-Haus unter dem Motto „Hospiz- und Palliative Care in einer multikulturellen Stadt“ stattfindet.

Aubauer verwies auf die 2014 eigens eingesetzte parlamentarische Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“, die Empfehlungen vorgelegt hat, „um eine ausreichende Versorgung mit Hospiz- und Palliativeinrichtungen sicherzustellen. Wir haben Pläne verabschiedet, die rasch umgesetzt werden müssen, denn gerade Menschen am Ende des Lebens haben keine Zeit zu warten. Der Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung, die Stärkung der Selbstbestimmung durch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind die Herzstücke der Empfehlungen.“

Das Ziel ist für Aubauer klar: Bis 2020 soll in ganz Österreich die Hospiz- und Palliativversorgung sichergestellt sein. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingen wird. Bei der Enquete ist eine breite Debatte mit Hunderten Experten in Gang gekommen. Dass ein einstimmiger Beschluss aller sechs Parteien - und zwar ohne Partei-Hick-Hack - gelungen ist, das ist schon eine wichtige Weichenstellung. Jetzt braucht es Taten“, zeigte sich Aubauer zuversichtlich, dass jetzt mehr Tempo in den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung kommen wird. Sie verweist auf die vorgesehenen Verhandlungen der Finanzierung im Finanzausgleich als einen entscheidenden Schritt. Je 18 Millionen Euro werden laut Empfehlungen der Enquete-Kommission in den ersten beiden Jahren gebraucht. „Es ist nicht akzeptabel, dass die Hospizbetreuung noch immer weit überwiegend nur auf Spenden angewiesen ist.“

Es gibt jetzt auch ein eigenes Hospiz- und Palliativforum mit zwei Präsidentinnen: Die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und die frühere SPÖ-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Pittermann. „Das war ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquete-Kommission. Wir wollen für alle Menschen in Österreich leistbare Versorgung, Zuwendung und Schmerzlinderung ermöglichen“, schloss Aubauer.
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