Volkshilfe-Bundesvorstand besucht Projekte in Albanien

Präsidentin Gross: „Nachhaltige Unterstützung endet für uns nicht an geografischen Grenzen“

Wien (OTS) - Albanien zählt immer noch zu den ärmsten Ländern Europas. „Besonders Frauen, Kinder und ethnische Minderheiten sind die Leidtragenden der von Armut geprägten Gesellschaft. Sie sind vor allem von den Folgen von Arbeitslosigkeit, geringen Bildungschancen, nicht leistbarer medizinischer Versorgung und häuslicher Gewalt betroffen“, sagt Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Österreich. Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich fügt hinzu: „Gemeinsam mit PartnerInnenorganisationen betreiben wir vor Ort Projekte, um den Entwicklungen entgegenzusteuern“. Im Rahmen der Klausur des Bundesvorstandes besuchten Volkshilfe Präsidentin Gross und Volkshilfe Direktor Fenninger mit weiteren Bundesvorstand-Mitgliedern beide Projekte.

Ausbildung & Arbeit für Jugendliche und Frauen

Das dreijährige, von der Austrian Development Agency (ADA) finanzierte Rahmenprogramm SEED wurde im Jänner 2014 gestartet. Das Programm steht für nachhaltige Entwicklungshilfe und zielt auf einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt und einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter für Frauen und Jugendliche in Albanien, Serbien und im Kosovo ab. Im Rahmen der Bundesvorstand-Klausur wurde das Slow Food Restaurant „Mrizi i Zanave“ in Lezhe besucht. „Wie in allen Balkan-Ländern gibt es auch in Albanien kein duales Bildungssystem. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Tourismusschulen, Hotel- und Gastgewerbe, dem Arbeitsmarktservice und den lokalen Behörden können Jugendliche im Rahmen von SEED unter anderem Praktika im Gastgewerbe absolvieren. Die hohe Qualität der Ausbildung ermöglicht einen leichteren Einstieg in den Arbeitsmarkt“, erklärt Präsidentin Gross.

Perspektiven durch Bildungszugang

Im November 2014 wurde das Projekt „PerEdu – Perspektiven durch Bildungszugang“ mit der lokalen PartnerInnenorganisation CDC-TFF (Community Development Center -Today for the future) initiiert. Ziel war es, einerseits die Integration von benachteiligten Kindern und Kindern von Binnen-MigrantInnen durch Unterstützung im Bildungsbereich zu verbessern. Andererseits soll der Aufbau professioneller Lebenskompetenzen jungen Frauen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Im Rahmen der Klausur besuchten die TeilnehmerInnen das Gemeindezentrum unserer PartnerInnenorganisation CDC-TFF in Durres, welches sich im ehemaligen Überschwemmungsgebiet befindet und in erster Linie von sozial benachteiligten Familien genutzt wird. Barbara Gross ist vor allem von der Nachhaltigkeit des Volkshilfe-Projektes vor Ort überzeugt: „Frauen werden einerseits zu Köchinnen und Näherinnen ausgebildet, andererseits erhalten sie psychosoziale Unterstützung und Betreuung. Außerdem finden die Kinder im hauseigenen Kindergarten einen sicheren Ort zum sozialen Austausch und zum Spielen“, sagt Gross. Für einen leichteren Einstieg der ohnedies sozial benachteiligten Kinder in die Schule finanziert die Volkshilfe Kindergärtnerinnen und bietet Vorschulbildung an. Darüber hinaus werden Jugendlichen Nachhilfe und kunsttherapeutische Kurse angeboten.

Barbara Gross ist von der bisherigen Entwicklung der Projekte überzeugt: „Die Volkshilfe leistet seit 1951 internationale Hilfe. Mit SEED und PerEdu können wir die über Jahre gewonnene Erfahrung im Aufbau von Sozialen Einrichtungen in Albanien einbringen und unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort verstärken“. „Solidarität mit Menschen in Not endet für uns nicht an geografischen Grenzen“, sagt die Präsidentin abschließend.

Spendenkontonummer für Projekte der Volkshilfe in Albanien

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