Pfotenhilfe: Wildtierfindlinge nicht voreilig „retten“

Hotline berät, wie und ob man scheuen Wildtieren helfen soll

Wien/Lochen am See (OTS) - Jedes Jahr im Frühling werden zahlreiche Vogel-, Eichhörnchen-, Siebenschläfer- oder Feldhasenbabys von aufmerksamen Tierfreunden in die Pfotenhilfe Lochen (OÖ) gebracht und von den Tierpflegern versorgt. Aber Achtung: bei weitem nicht jedes aufgefundene Wildtier braucht Hilfe – im Gegenteil:

„Kürzlich wurden uns zwei Jungmeisen gebracht, die aus dem Nest gesprungen oder gestürzt sind und dann scheinbar verlassen am Boden saßen, da sie noch flugunfähig sind", so Pfotenhilfe-Obfrau Johanna Stadler. "Sofern die Jungtiere gesund sind, werden sie aber auch außerhalb ihres Nestes von ihren Eltern versorgt. Das wissen viele Menschen nicht!“

Amseln, Lerchen, Möwen oder manche Greifvögel sind beispielsweise Bodenbrüter. Feldhasen werden bewusst von ihren Müttern alleine in der „Sasse“ zurückgelassen. Igel hingegen sind nicht tagaktiv - wenn diese sich bei Tag zeigen stimmt etwas nicht.

„Wenn Sie sich nicht sicher sind rufen Sie bitte die Hotline der Pfotenhilfe 0664-122 13 67 an. Durch die langjährige Erfahrung im Umgang mit Wildtieren können wir im Einzelfall beraten und verhindern, dass die Tiere gefährdet werden“, appelliert Stadler, „denn nur im absoluten Notfall wie Krankheit oder Schwäche sollen und dürfen Wildtiere in menschliche Obhut genommen werden.“

Die Pfotenhilfe ist jedenfalls dafür gerüstet und pflegt solche Tiere gesund, bis sie wieder ausgewildert werden, wie in den aktuellen Fällen eines Meisenbabys und einer Taube mit gebrochenem Flügel.

Rückfragen & Kontakt:

Verein Pfotenhilfe, Jürgen Stadler, 0677/61425226

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