Zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit

Total vernetzt und trotzdem sicher. Leben und arbeiten in einer informatisierten Welt. TÜV AUSTRIA lud zu Expertendiskussion ins Kunsthaus Graz.

Graz (OTS) - Wie „gläsern“ ist der Mensch eigentlich mittlerweile, welche Chancen und Risken bringt die Digitalisierung mit sich? Darüber diskutierte auf Einladung des TÜV AUSTRIA-Vorstandsvorsitzenden Stefan Haas ein hochrangig besetztes Podium unter der Leitung von NZZ.at-Chef Michael Fleischhacker am 4. April im Kunsthaus Graz.

In einem Punkt waren sich der Politologe Anton Pelinka, Zukunftsforscher Franz Kühmayer, der europäische Hackerpreisträger Aron Molnar und der Experte für vernetzte Daten und Datensicherheit, Bernd Zwattendorfer, von Beginn an einig: Datensicherheit ist ein Thema, das alle betrifft. Unternehmen, Institutionen, den Staat, den einzelnen Bürger.

Und eines steht dabei fest: Sich völlig anonym durch den Alltag zu bewegen, ist heutzutage unmöglich. Smartphones, Tablets und Computer machen die Welt zu einem digitalen Ort. Im Sekundentakt werden unzählige Datenmengen verschickt, es wird permanent aufgezeichnet, gespeichert, verarbeitet und weitergegeben. Big Data macht das Leben vorhersehbar, weil Daten analysiert werden können, die bisher nicht zur Verfügung standen oder eben nicht analysierbar waren.
Kein Wunder, dass der Wunsch nach absoluter Datensicherheit stärker sei denn je. Aber die absolute Datensicherheit gäbe es, da sind sich die Experten einig, nicht.
Forscher arbeiten laufend an der Risikominimierung und müssen dabei auch den Spagat zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit schaffen. Meist sei der Mensch das schwächste Glied in der Kette.
Viele Anwender, Private wie Unternehmen, hätten zwar schon erkannt, dass das Thema Sicherheit an Bedeutung gewinnt. Das große Problem sei aber nach wie vor die so genannte „Mir passiert schon nichts“-Mentalität.

Die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt sei freilich weder aufzuhalten und auch nicht abzulehnen. Es gelte jedoch, neben allen Sicherheitsaspekten, auch entsprechende „Spielregeln“ einzuhalten. Das beginne bei der Reversibilität und laufender Überprüfbarkeit von Systemen, der Achtung demokratischer Abläufe bis zu transparenter Information für die Betroffenen.
Aron Molnar hatte für das Publikum am Schluss noch einen ganz praktischen Tipp: Wer nicht will, dass die USA Whats App-Nachrichten automatisch mitlesen, der möge doch wieder auf die gute „alte“ SMS umsteigen. Da lande die Nachricht nur beim jeweiligen Telekomanbieter.

Bilder des Abends finden Sie in der Galerie unter:
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