ÖVP Wien-Parteitag 4: Wölbitsch: Vom trägen Tanker zum bürgerlichen Schnellboot

Nach drei Monaten steht ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann – Neues Leitbild gibt klare Antwort darauf, wofür die ÖVP Wien steht

Wien (OTS) - „Würde ich dem Reformprozess im Nachhinein einen Titel geben, wäre es in die Richtung „Vom Tanker zum Schnellboot, eine intensive Reise“, so ÖVP Wien Landesgeschäftsführer Markus Wölbitsch in seiner heutigen Rede am Landesparteitag der ÖVP Wien und weiter:
„Uns war eines schnell klar: eine Analyse der ÖVP Wien, ohne draußen bei den Funktionärinnen und Funktionären gewesen zu sein, wäre sinnlos. Wir haben daher zuerst eine Tour durch die Bezirke gemacht und daraus die ersten Schwerpunkte für die Parteireform definiert. Die erste Erkenntnis war dabei, dass wir uns nur selbst treu bleiben können, wenn wir die Wahl des Parteiobmanns mit dieser Reform verknüpfen - auch wenn dies der riskantere Weg war."
Wölbitsch umriss in weitere Folge die Ziele dieses Reformprozesses:
„Wir wollen weg von einem trägen Tanker hin zu einem bürgerlichen Schnellboot, mehr Partizipation in der Teamarbeit, eine Steigerung der Kampagnenfähigkeit der Organisation, Bürokratieabbau in den eigenen Reihen, die Förderung der personellen Vielfalt und die Stärkung des Leistungsgedankens in der Parteiarbeit und in den Strukturen.“

Im Zuge dieses Reformprozesses seien über 500 Stunden für die Organisation und die inhaltliche Begleitung aufgewendet worden. 2000 Personen haben an der Online-Umfrage teilgenommen. Rund 500 Teilnehmer waren bei den sieben Reformdialogen mit den Bezirken und den Teilorganisationen dabei. 150 konkrete Ideen für eine neue ÖVP Wien wurden in der Action Collection gesammelt und über 50 Videos mit Visionen für unsere Stadt wurden an die Landespartei übermittelt.

„Nach drei Monaten intensiver Diskussionen steht nun ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Wir haben ein Leitbild erarbeitet, das eine zugespitzte Positionierung erlaubt und klare Antworten gibt, wofür wir stehen. Wir können als Organisation rasche Entscheidungen treffen und gleichzeitig alle unsere internen Zielgruppen an der Themenarbeit beteiligen. Wir haben neue Türen geöffnet für Menschen, die zuerst vielleicht nur einen Teil aber später hoffentlich auch den ganzen Weg mit uns gemeinsam gehen möchten. Wir haben einen strukturellen Rahmen geschaffen, der Leistung, Initiative und Aktivität fördert. Wir haben Flexibilität in den Strukturen dort eingebaut, wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen und einen Prozess hingelegt, den man der ÖVP Wien a priori so wahrscheinlich nicht zugetraut hätte. Wir haben zwar intern intensiv und teilweise hart diskutiert, waren dabei aber immer konstruktiv und wertschätzend im Umgang miteinander. Und auch das ist etwas, auf das wir alle hier stolz sein können“, so Wölbitsch weiter.

„All das ist nur ein Anfang. Wir haben nun ein solides Boot gebaut, auf dem wir alle Platz haben und mit dem wir als Oppositionspartei gut manövrieren können. Wir wollen aber auf diesem Boot natürlich nicht alleine bleiben, sondern weiter wachsen und immer mehr Menschen für uns begeistern. Mit klarem Kurs, ausgestattet mit modernstem Werkzeug und dadurch möglichst effizient. Mit viel Aktionismus, damit die Mannschaft auch Interesse und Spaß an der Fahrt hat. Mit vielen Möglichkeiten, weitere Passagiere an Bord zu holen und uns selbst immer wieder weiterzuentwickeln. Offen für alle Chancen, die sich jeden Tag neu ergeben. Damit wir trotz rauer See in der politischen Landschaft auch unser Ziel erreichen“, so der Landesgeschäftsführer.

„Wenn wir so ein Boot haben, dann brauchen wir uns auch über die Konkurrenz links und rechts keine Gedanken mehr machen. Die SPÖ befindet sich derzeit auf der Titanic und steuert in der Asylthematik sehenden Auges auf einen Eisberg zu. Die FPÖ sitzt auf der Vasa, ein schwedisches Kriegsschiff, das im 17. Jahrhundert mit viel Marketing und Propaganda errichtet wurde und, sobald es in See stechen musste, nach dem ersten Windstoß noch im Hafen versank, weil es zu rechtslastig war. Die Grünen haben kein eigenes Boot, sondern hoffen, dass auf der Titanic die Rettungsboote nicht ausgehen. Und das Ruderboot der NEOS wurde seit Monaten nicht mehr gesehen, weil man sich nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen konnte“, so Wölbitsch weiter und abschließend: „Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und wieder an uns selbst glauben. Wenn wir dieses Gefühl nach außen tragen, dann können wir auch wieder Menschen überzeugen und an uns binden. Ein viel weiserer Mann als ich hat einmal gesagt: „Wir alle müssen die Veränderung sein, die wir selbst sehen wollen!“

Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie im Laufe des Tages unter https://www.flickr.com/photos/oevpwien

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Wien - Pressestelle
Bernhard Samek
0664/8383236
bernhard.samek@oevp-wien.at
http://www.oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVW0004