Der Kleiderbügel aus der Abfalltonne wird zur Wasserkraftturbine

Graz (OTS) - Wenn der Kleiderbügel aus der Abfalltonne zu einem Sekundärrohstoff von höchster Qualität wird, dann steckt geballte steirische Technologie der Unternehmen Mayer Entsorgung und des Anlagenprofis BT-Wolfgang Binder mit seiner REDWAVE-Sortiertechnologie dahinter. Materialien wie Kupfer und Aluminium, die in Legierungen bisher als unsortierbar galten, können durch die Röntgenfluoreszenz-Technologie (XRF) zu hochwertigen Sekundärrohstoffen getrennt und so etwa zu Wasserkraftturbinen weiterverarbeitet werden.

Weltneuheit aus der Steiermark

In der neuen Anlage der Mayer Entsorgung ist die Weltneuheit „REDWAVE XRF Sortiermaschine“ integriert, die für höchste Reinheit und Genauigkeit in der Sortierung von Nichteisenmetallen sorgt. Bisher konnten mit der XRF-Technologie nur Glas oder Mineralien getrennt werden, durch eine innovative Weiterentwicklung werden jetzt auch Nichteisenmetalle voneinander separiert. Die einzelnen Metalle fungieren dabei als eigene kleine Nachrichtenstationen, die eine unverwechselbare Energiesignatur aussenden und von Sensoren ausgewertet werden. Wichtigstes Nichteisenmetall ist hierbei das Aluminium.

Eine neue Dimension an Reinheit

Der neue Prozess schafft es erstmals, Primäraluminium-Legierungen so rein zurück zu gewinnen, dass eine Steigerung der Beimengung in der Produktion von Aluminium von bisher 10 % auf 30-40 % erreicht wird. „Die neue Technik steigert die Wertschöpfung der sortierten Metallfraktionen. Jetzt können wir aus Schrott Produkte höchster Qualität wie Heizkörper oder Flugzeugantriebe fertigen“, so Andreas Säumel, Geschäftsführer von Mayer Entsorgung.

Bis zu 3.000 Tonnen werden nun hochwertig verwertet

Die XRF Sortiermaschine des Weltmarktführers in diesem Segment, REDWAVE bewertet Materialien anhand der Röntgenfluoreszenzanalyse (engl. XRF). Diese physikalische Analysemethode wird in der metallverarbeitenden Industrie sowie bei der Untersuchung von Glas, Keramik und Schmierstoffen [u.a.] eingesetzt. Nichteisenmetalle wurden bisher mit Schwimmsinkanlagen und Röntgentransmissionsanlagen separiert, die aber Metalle nicht derart hochwertig sortieren können. Jetzt wird gezielt auf die Materialvielfalt eingegangen und unbeeinflusst von Feuchtigkeit, Farbgebung oder Verunreinigungen sortiert und hochreine Metallfraktion erzeugt. Die Kapazität der neuen Sortieranlage der Mayer Entsorgung liegt 1.000-3.000 Tonnen pro Jahr.

Starke steirische Kooperation der Pioniere

Die neue Anlage entstand aus dem gemeinsamen Forschungsprojekt der Anton Mayer Ges.m.b.H und der BT-Wolfgang Binder, unterstützt durch den Umwelttechnikcluster Eco World Styria. „Die neue Sortieranlage ist ein weiteres Beispiel für die herausragende Kompetenz der heimischen Umwelttechnik-Branche“, so Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann.

Rückfragen & Kontakt:

Eco World Styria, Ursula Zach, T +43 676 75 08 780, zach@eco.at

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