VP-Schwarz: ÖVP Wien fordert Entwicklungsplan für das Netz an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Stadtregierung muss auf die kommenden Herausforderungen endlich reagieren - Projektmanagement durch WIP bei Schulbauten wird abgelehnt

Wien (OTS) - „Wie kürzlich die Tageszeitung "Die Presse" berichtete, droht Wien – insbesondere aber nicht nur in den inneren Bezirken – ein Mangel an Schulplätzen. Prognosen zufolge werden allein der sechste, siebente und neunte Bezirk schon bis 2023 rund ein Drittel mehr Kinder im schulpflichtigen Alter haben als jetzt. Hier muss also dringend gehandelt werden“, so ÖVP Wien Gemeinderätin Bildungssprecherin Sabine Schwarz in der heutigen Debatte des Wiener Gemeinderats.

„Die ÖVP weist schon seit Jahren darauf hin, dass die Schulplätze in Wien mehr als knapp werden. Wir haben Bezirke, bei denen wir jetzt schon die Rückmeldung haben, dass sie nächstes Jahr keinen Platz mehr haben, weil sie schon alle möglichen Räumlichkeiten, wie zum Beispiel Werkräume in Klassen „umgewidmet“ haben. Dieser Hilferuf muss endlich ernst genommen werden. Es kann nicht sein, dass Kinder zu ihren Schulen quer durch Wien pendeln müssen. Daher braucht es so schnell als möglich ein neues Entwicklungskonzept, in dem sämtliche Herausforderungen, vor denen Wien steht, berücksichtigt werden müssen“, so Schwarz, die auch einen entsprechenden Beschlussantrag einbrachte.

„Wie die Abwicklung von Schulbauten nicht erfolgen soll, zeigt die Vergabe des Projektmanagements bei aktuell vorliegenden Fällen. Wir stimmen dem Schulbau zwar zu, lehnen aber das Projektmanagement über die Wiener Infrastruktur Projekt GmbH (WIP) ab. Denn die WIP gehört zur Wien Holding und ist damit ein Unternehmen der Stadt Wien. Somit verschafft sich die Stadt ohne Ausschreibung selbst Aufträge und entzieht zudem auch dem Gemeinderat die Kontrollmöglichkeit“, so Schwarz.

„Alleine seit März 2015 hat die Stadt Wien 2.764.609 Euro an Honoraren an die WIP und somit an sich selbst bezahlt. Die Stadt Wien muss sich hier den Vorwurf gefallen lassen, dass sie in die eigene Tasche wirtschaftet, und das auf Kosten der Lehrerinnen und Lehrer und vor allem der Schülerinnen und Schüler“, so Schwarz abschließend.

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