VP-Kugler: „Würde am Ende des Lebens“ ist ein Recht aller Menschen!

Nachhaltige Finanzierung der Hospiz- und Palliativversorgung muss rasch umgesetzt werden

Wien (OTS) - „Wiens Stadtregierung ist gefordert, den Ausbau der Hospiz- und Palliativmaßnahmen nicht nur zügiger voranzutreiben, sondern auch für eine Regelfinanzierung zu sorgen. Es kann nicht sein, dass wesentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Tageshospize weiterhin zur Gänze aus den Spenden finanziert werden“, erklärt ÖVP-Mandatarin Gudrun Kugler in der heutigen Debatte des Wiener Gemeinderates. Ein entsprechender Beschlussantrag der ÖVP Wien, in dem genau dieser wesentliche Punkt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der sozialen Absicherung enthalten ist, wurde heute von SPÖ und Grünen abgelehnt.

„Ich bin sprachlos, mit welch fadenscheinigen Argumenten die Wiener Stadtregierung eine nachhaltige Finanzierung der Palliativ- und Hospizeinrichtungen kaltschnäuzig ablehnt. Damit richtet sie den Hilfsorganisationen beinhart aus, dass sie Tageshospize und dergleichen weiterhin gefälligst zur Gänze aus Spenden zu finanzieren haben. Eine wertschätzende und unterstützende Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Hilfsorganisationen ist das nicht."

Rot-Grün will Ergebnisse der Enquete-Kommission links liegen lassen!

Kugler betont, dass mit der Vorlage und einstimmigen Annahme des Abschlussberichts und der darin enthaltenen Empfehlungen der parlamentarischen Enquete-Kommission zur „Würde am Ende des Lebens“ am 3. März 2015 ein fundierter Zeit- und Finanzierungsplan zum Ausbau der Hospiz- und Palliativeinrichtungen beschlossen wurde. Damit ist auch Wien gefordert. Während es in Deutschland 200 Hospize gibt, hat Österreich derzeit gerade einmal zwei und in Wien gibt es gar kein echtes stationäres Hospiz!

„Wir befinden uns hier an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialsystem, daher muss durch eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern die Versorgungssicherheit für schwer kranke Menschen gewährleistet werden. Den Betrieb dieser Einrichtungen nur über Spenden zu finanzieren, ist so, als würde man die Zahl der unfallchirurgischen Operationen von der Höhe der Spenden an die Autofahrerklubs abhängig machen. Das kann nicht die Finanzierungsmethode des 21. Jahrhunderts sein und entspricht nicht den Bedürfnissen der Menschen in Wien“, so Kugler abschließend.

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