Spindelberger: Ausbau der Primärversorgung verbessert Versorgungslage

Verhandlungen laufen – SPÖ-Gesundheitssprecher kritisiert Querschüsse aus dem Seniorenbund

Wien (OTS/SK) - "Nicht nachvollziehbar“ sind für SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger die heutigen Aussagen der Vorsitzenden des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec, zur Debatte um die Primärversorgung. „Einerseits geht es bei der Ausweitung der Primärversorgung gerade darum, drohende Versorgungsengpässe zu verhindern und die Situation für PatientInnen im ländlichen Raum durch mehr Vernetzung zu verbessern. Andererseits wird gerade intensiv mit den ÄrztInnen und anderen betroffenen Berufsgruppen über zeitgemäße Lösungen verhandelt. Niemand muss hier zurück an den Verhandlungstisch gerufen werden, denn niemand hat ihn vorzeitig verlassen“, kritisiert Spindelberger die wenig konstruktiven Querschüsse Korosecs. ****

Für den SPÖ-Gesundheitssprecher ist die ganztägige und wohnortnahe medizinische Versorgung von PatientInnen im multiprofessionellen Team rund um die Hausärztin oder den Hausarzt das beste Modell im Interesse der PatientInnen. Aber auch die ÄrztInnen würden davon profitieren. „Gerade im ländlichen Raum beklagt die Ärztekammer stets, wie unattraktiv der Beruf des Hausarztes heute ist - hier müssen wir die Versorgungsdichte für PatientInnen erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ÄrztInnen mitbedenken“, unterstrich Spindelberger.

In diesem Sinne fordert er die Seniorenbund-Vorsitzende auf, einen konstruktiven Beitrag zu leisten und die aktuell laufenden Verhandlungen zu stärken. „Wenn Korosec es ernst meint und die Versorgungsqualität für PatientInnen in ganz Österreich verbessern will, soll sie Überzeugungsarbeit bei den FunktionärInnen der Ärztekammer leisten. Denn eine Einigung im Sinne der PatientInnen erfordert auch, dass alle beteiligten Berufsgruppen das neue System durch ihre Arbeit mit Leben erfüllen“, so Spindelberger.

Klar ist jedenfalls, „dass wir die gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit den überholten Strukturen des vorigen Jahrhunderts bewältigen können. Die Arbeit im Team ist die zeitgemäße Antwort", betonte Spindelberger, für den die ÄrztInnen in dieser Frage weitaus aufgeschlossener sind als die FunktionärInnen der Ärztekammer. (Schluss) bj/ph/mp

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