KWF-Bilanz 2015: Konstante Anzahl an Förderfällen - Rückgang beim Investitionsvolumen!

717 Förderfälle, Absicherung von 8.929 bestehenden und Schaffung von 666 neuen Arbeitsplätzen

Klagenfurt (OTS) - 119,2 Mio. EUR beträgt das Investitionsvolumen, das durch die 717 vom KWF geförderten Projekte der Kärntner Unternehmen ausgelöst wird. 15,0 Mio. EUR an Fördervolumen wurden genehmigt. 8.929 bestehende Arbeitsplätze konnten dadurch abgesichert werden und 666 planen die Unternehmen im Zuge ihrer Investitionsprojekte neu zu schaffen.

Der insbesondere auf die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft abzielende "Technologiefonds Kärnten" wies 2015 ein Fördervolumen von 5,0 Mio. EUR für insgesamt 71 Fälle auf und konnte ein Drittel der Fördermittel binden. Auf das Geschäftsfeld "Infrastruktur und Regionalentwicklung" entfielen mit 3,6 Mio. EUR in 38 Fällen 24,2 % der Fördermittel. Der Bereich "Unternehmensgründung | Betriebsansiedlung" (192 Fälle) konnte mit 2,4 Mio. EUR gut ein Sechstel (16,3 %) der Mittel binden. 2,2 Mio. EUR bzw. 14,9 % des Fördervolumens entfielen in 413 Fällen auf das Geschäftsfeld "Beratung | Basisförderung".

Die Betrachtung der Sektoren zeigt, dass wie im Vorjahr die meisten Fälle (397 beziehungsweise 55,4 %) auf das Gewerbe entfielen. Danach folgen der Tourismus (132 Fälle | 18,4 %), Sonstige (72 | 10,0 %), der Handel (69 Fälle | 9,6 %) und die Industrie (47 Fälle | 6,6 %). Das größte Investitionsvolumen geht mit 52,3 Mio. EUR von der Industrie aus, die mit 4,6 Mio. EUR 31,0 % der Fördermittel (Fördervolumen) binden konnte. Dahinter folgt der Gewerbesektor mit 36,3 Mio. EUR an Investitionen und 4,9 Mio. EUR an Fördermitteln (32,7 %) und der Sektor Tourismus mit Investitionen in der Höhe von 21,3 Mio. EUR und 1,7 Mio. EUR an Fördermittel (11,6 %).

Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an KMU. In Bezug auf die Gesamtaktivitäten des KWF entfallen 679 Förderfälle (94,7 %) auf diese Unternehmenskategorie, die zwei Drittel der gesamten Fördermittel (9,8 Mio. EUR) vereinnahmen konnte. 2015 wurden Großunternehmen in 23 Fällen mit insgesamt 1,9 Mio. EUR unterstützt – umgelegt auf die Ist-Arbeitsplätze entspricht dies einer Förderung je Arbeitsplatz von 390,– EUR. Bei Mittelunternehmen beläuft sich die Förderung je Arbeitsplatz auf 1.307,– EUR, bei Klein- auf 2.083,– EUR und bei Kleinstunternehmen auf 4.735,– EUR.

Über die Bundesförderstellen FFG, aws, KPC und ÖHT konnten zusätzlich 21,5 Mio. EUR für Projekte von Kärntner Unternehmen gewonnen werden.

Rückblickend ist zum Jahr 2015 festzuhalten, dass neben der allgemeinen konjunkturellen Situation und die dadurch sehr zurückhaltenden Investitions- und Forschungsaktivitäten auch die durch das Sparverhalten im öffentlichen Bereich geringeren Auftragserwartungen der Kärntner Unternehmen eine Rolle spielten, sodass Projekte nur im dringend notwendigen Ausmaß umgesetzt wurden.

Ausblick: Nach den im letzten Jahr erfolgten intensiven Abstimmungsarbeiten mit den Stakeholdern des Landes und den Bundesförderstellen in Bezug auf die neuen bis 2020 gültigen KWF Förderprogramme sind wir überzeugt, den Kärntner Unternehmen in der aktuellen Förderperiode ein attraktives Förderportfolio anbieten zu können. Die KWF Aktivitäten verfolgen prioritär drei Schwerpunktthemen:

  • Wachstum und Beschäftigung (Arbeitsmarkt)
  • Forschung & Entwicklung (Technologiestandort)
  • Gründungen (Kärntner Manifest für Gründungskultur)

Im Fokus des KWF steht auch die Finanzierung von Projekten und Unternehmen. Der schwierige Zutritt für KMU zum Kapitalmarkt wird durch geschickte Kombinationen aus Bundeshaftungen, geförderten Darlehen, KWF Förderungen und privaten Finanzierungen (Gesellschafterdarlehen, Venture Capital, Crowdfunding) unterstützt. Mit den KWF Programmen "Beteiligungsfinanzierung" und "Stabilisierung von Unternehmen" sollen die Stabilität, Rentabilität und Liquidität verbessert und mit dem BABEG Venture Fonds II die Kapitaldecke gestärkt werden.

Neben der Forcierung von Kooperationen wie jener mit der ÖHT, wo Bundes- und Landesfördermaßnahmen perfekt zusammenspielen und als "Best-Practice-Beispiel" in Österreich gelten, werden das aktive Zugehen auf Kunden und Multiplikatoren sowie die Forcierung von Unternehmensbesuchen wesentliche Aufgabenschwerpunkte des KWF im Jahr 2016 sein.

Der KWF blickt mit Optimismus den zukünftigen Herausforderungen entgegen und bedankt sich bei seinen Kunden und Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

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