Grüne Wien/El-Nagashi: „Lassen uns von Mikl-Leitner nicht der Selbstbestimmung berauben!“

Über ihre eigenen Spenden bestimmen die Bürgerinnen und Bürger, nicht die Innenministerin.

Wien (OTS) - „Etwas Ehrlichkeit schadet auch der Bundesregierung nicht: Wien hätte den überdurchschnittlichen Zustrom von Flüchtlingen im Herbst ohne die Arbeit der NGOs nicht stemmen können. Sie sind das Rückgrat der Zivilgesellschaft. Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) will dieses Rückgrat nun brechen“, kritisiert Faika El-Nagashi, Integrationssprecherin der Grünen Wien, den aktuellen Vorstoß der Innenministerin.

Wie berichtet, möchte Mikl-Leitner Hilfsorganisationen jenes Geld, das für die Flüchtlingshilfe von privaten Personen gespendet wurde, von der Förderung abziehen. Deutschkurse oder die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge wäre ohne Spenden aus der Zivilgesellschaft nicht zu bewerkstelligen. Je nach Größe der Einrichtung müssen NGOs schon jetzt 50.000 bis 70.000 Euro zuschießen, um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. „Das ist an Zynismus kaum noch zu überbieten. Die Zivilgesellschaft hat für Menschen gespendet, nicht für das Innenministerium. Ob jemand spendet, wie viel und wem, das ist immer noch Sache der Bürgerinnen und Bürger selbst und nicht der Bundesregierung. Wir lassen uns von Mikl-Leitner nicht der Selbstbestimmung berauben“, so El-Nagashi.

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