AK: 300.000 Euro an zu viel bezahlter Steuer für ArbeitnehmerInnen zurückgeholt!

Bei den AK Steuerspartagen 2016 haben sich rund 1.500 ArbeitnehmerInnen in zwei Wochen beraten lassen

Wien (OTS) - Die AK hat rund 300.000 Euro an zu viel bezahlter Steuer für die ArbeitnehmerInnen zurückgeholt. Rund 1.500 ArbeitnehmerInnen haben sich bei den AK Steuersparta-gen in zwei Wochen beraten lassen. Im Schnitt bringt die Veranlagung rund 200 Euro zurück. Wer das Formular nicht ausfüllt, verschenkt Geld. Daher: Veranlagung machen – das geht rückwirkend bis 2011 und lohnt sich!

Mit der Lohnsteuersenkung haben die Menschen seit Jänner mehr netto vom Brutto. „Und nun gibt es noch mehr netto. Mit der Arbeitnehmerveranlagung können sich Arbeitnehmer noch mehr Geld vom Finanzamt holen“, sagt die AK.

Das Formular auszufüllen, lohnt sich grundsätzlich für alle. Heuer bekommen durch die Steuerreform, die AK und ÖGB durchgesetzt haben, auch KleinverdienerInnen bereits mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung 2015 eine höhere Steuergutschrift zurück. Das gilt, wenn sie während des Jahres keine Lohnsteuer zahlen, aber sozialversicherungspflichtig sind. Es gibt bis zu 220 Euro vom Finanzamt zurück (bisher 110 Euro). Die sogenannte Negativsteuer erhalten etwa Lehrlinge oder Teilzeitbeschäftige. Und auch PensionistInnen bekommen erstmals eine Negativsteuer zurück – sie können bis zu 55 Euro vom Finanzamt zurückholen.

Viele wissen nicht, dass sie im vergangenen Jahr zu viel Steuern bezahlt haben. Denn: Die Lohnsteuer wird monatlich so berechnet, als hätten ArbeitnehmerInnen das ganze Jahr über gleich viel verdient. Viele haben aber erst während des Jahres zu arbeiten begonnen oder den Job gewechselt. Wer also 2015 ein schwankendes Einkommen hatte, soll die Veranlagung machen. Für zum Beispiel BerufsanfängerInnen, Wechsel Voll- oder Teilzeit, Lehrlinge oder WiedereinsteigerInnen zahlt sich die ArbeitnehmerInnenveranlagung genauso aus wie für Familien mit Kindern, AlleinverdienerInnen oder AlleinerzieherInnen. Zusätzlich können Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnli-che Belastungen geltend gemacht werden. „Daher unbedingt die Arbeitnehmerveranlagung machen und zu viel bezahlte Steuern zurückholen“, rät die AK.

Zwei Beispiele: Eine Alleinerzieherin mit einem Kind hat den AlleinerzieherInnenab-setzbetrag geltend gemacht und allein dadurch 494 Euro zurückbekommen – ein Klassiker bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung, mit dem sich einige eine schöne Summe an Geld zurückholen können. Ein Arbeitnehmer hat 1.800 Euro für eine Umschulung bezahlt und dafür vom Finanzamt eine Steuergutschrift von 608 Euro durch die Arbeitneh-merInnenveranlagung bekommen.

SERVICE: Die AK gibt Tipps zur ArbeitnehmerInnenveranlagung und zeigt in einem Video, wie es geht. Alle Infos unter wien.arbeiterkammer.at/steuer.

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