- 18.03.2016, 14:13:51
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Forstbesitzer bewahren heimischen Wald
Eigentum sichert nachhaltige Bewirtschaftung über Generationen
Utl.: Eigentum sichert nachhaltige Bewirtschaftung über Generationen =
Wien (OTS) - Der internationale Tag des Waldes am kommenden Montag,
21. März, bietet einmal mehr die Gelegenheit, die Besonderheiten des
heimischen Waldes in den Mittelpunkt zu rücken. Immerhin ist nahezu
die Hälfte der österreichischen Staatsfläche mit Wald bedeckt und
rund 300.000 Menschen sind entlang der Wertschöpfungskette Holz
beschäftigt. Verantwortung für den Wald tragen die heimischen
Waldbesitzer, die dafür sorgen, dass der Wald seine vielen Funktionen
nachhaltig erfüllen kann.
Der österreichische Wald ist mit seinen vielfältigen Leistungen ein
unverzichtbarer Bestandteil unserer Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft
und Umwelt und erfüllt Schutz-, Nutz-, Erholungs- und
Wohlfahrtsfunktionen auf ein und derselben Fläche. Er spendet frische
Luft, bietet den Menschen einen einzigartigen Erholungsraum, ist
Lebensraum für Wildtiere und beheimatet viele Pflanzen. Der Wald
schützt den Boden vor Erosionen und die Menschen vor Naturgefahren.
Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, schafft damit direkt und
indirekt viele Arbeitsplätze und leistet einen großen Beitrag zum
Klimaschutz. Grundlage für dieses komplexe Zusammenspiel der
Waldleistungen ist die Waldbewirtschaftung. Rund 80 Prozent des
österreichischen Waldes sind in Privatbesitz.
„Die heimischen Waldbesitzer sichern auf Basis privaten Eigentums,
einer nachhaltigen Bewirtschaftung und großer Eigenverantwortung
unverzichtbare Leistungen für Gesellschaft und Umwelt. Sie sind
zentral für ein erfolgreiches und international anerkanntes
Forstwesen, das entlang der gesamten waldbasierten
Wertschöpfungskette Arbeitsplätze schafft. Die familienbetriebene
Land- und Forstwirtschaft ist der Stützpfeiler des ländlichen Raumes.
Diese Betriebe hüten den heimischen Wald und seine Funktionen für
unsere Nachkommen und sichern damit eine lebenswerte Zukunft für uns
alle“, betont DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst
Betriebe Österreich, die große Bedeutung der heimischen
forstwirtschaftlichen Betriebe.
Neue Herausforderungen für den Wald
Angesichts der aktuellen klimatischen Veränderungen erlangen die
komplexen Waldleistungen eine noch höhere Bedeutung. Immer wieder
wird uns vor Augen geführt, welche massiven Schäden Wetterextreme
verursachen. Umso deutlicher wird auch, wie wichtig natürliche
Schutzfunktionen sind, die sofort wirken. Der Wald verfügt über eine
solche Funktion, indem er Wasser speichert, den Boden vor Erosionen
bewahrt und mit seiner Bestockung Lawinen unterbindet. Voraussetzung
dafür ist ein gepflegter und bewirtschafteter Wald, ein Kernanliegen,
dass die familienbetriebenen Forstwirtschaft seit jeher nachhaltig
verfolgt. Denn nur aktive Waldbewirtschaftung ist Klimaschutz. Wer
den Wald bewirtschaftet und das Holz daraus verwendet, der speichert
auch langfristig CO2.
Einseitige Interessen gefährden die Waldleistungen
Zu Klimawandel und Kalamitäten kommt eine weitere Herausforderung,
nämlich das immer größer werdende Bedürfnis, den Wald als
Freizeitoase zu nutzen. „Wir leben in einer Zeit, wo einseitige und
zum Teil egoistische Forderungen das sensible Ökosystem Wald
gefährden. Der Ruf nach mehr Freizeitangeboten im Wald wird lauter.
Die Forderung nach der generellen Öffnung von Forststraßen für
Mountainbiker durch exponierte Kleingruppen zeigt, dass nicht nur
Wald und Boden, sondern auch das Grundrecht auf Eigentum noch besser
geschützt werden muss. Die Verantwortung zur Sicherstellung der
vielen Waldfunktionen sowie von Schutz von Mensch und Natur liegt
beim Waldeigentümer. Vertragliche Lösungen vor Ort haben sich bewährt
und müssen beibehalten werden, um ein konfliktfreies Miteinander der
verschiedenen Nutzergruppen zu garantieren“, geht DI Montecuccoli auf
die Diskussion um die Öffnung von Forststraßen ein.
Nur gesichertes Eigentum garantiert Nachhaltigkeit
Dazu kommen Forderungen von extremen Naturschutzgruppierungen,
weitere Naturschutzgebiete auszuweisen. Es kann aber nicht immer mehr
von den Waldeigentümern gefordert werden, wenn man sie gleichzeitig
in der Ausübung ihrer Arbeit beschränkt. Das Problem ist nicht der
einzelne Eigentumseingriff, sondern die Summation der Eingriffe im
vorgeschobenen „öffentlichen Interesse“. Damit die Betriebe auch in
Zukunft noch nachhaltig wirtschaften können, die Holzversorgung nicht
gefährdet ist und ein Interessenausgleich stattfinden kann, darf es
zu keinen weiteren Einschränkungen in der Bewirtschaftung mehr
kommen.
„Fakt ist, dass der Wald nur mit einer aktiven Bewirtschaftung den
verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen gerecht werden
kann. Die politischen Entscheidungsträger müssen sich daher zu einer
aktiven Forst- und Holzwirtschaft und zum Schutz der Eigentumsrechte
bekennen. Damit der Wald all seine Funktionen auch in Zukunft
erfüllen kann, braucht es einen Interessenausgleich, der nur durch
die Eigentümer passieren kann. Gesichertes Eigentum garantiert eine
generationenübergreifende Landbewirtschaftung und damit eine
Absicherung des ländlichen Raums“, so Präsident Montecuccoli
abschließend anlässlich des internationalen Tag des Waldes.
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