Jank: Bildungsministerin muss Hilferufe der Schulen endlich ernst nehmen

ÖVP-Bildungssprecherin fordert umgehende Maßnahmen unter Einbeziehung von Direktor/innen und Lehrer/innen aus Schulen mit problematisch hohem Anteil an Kindern mit Defiziten

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Immer wieder kann es zu Klagen und Beschwerden von Schulleitern über fehlende Begleitmaßnahmen bei Kindern mit Sprachproblemen oder ohne Unterstützung aus dem Elternhaus kommen. Die Bildungsministerin ist aufgefordert, dafür zu sorgen, dass wir die Kinder durch massive Fehlentwicklungen nicht schon in der Volksschule für ihren weiteren Bildungsweg verlieren, sodass ihnen jegliche berufliche Zukunft verwehrt bleibt. Wir haben in Österreich ein grundsätzlich gutes Bildungssystem. Trotzdem gibt es grobe Versäumnisse, die sofortiges Handeln nötig machen. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank und fordert von der Bildungsministerin umgehende Maßnahmen unter Einbeziehung von Direktor/innen und Lehrer/innen aus Schulen mit einem problematisch hohen Anteil an Kindern mit Defiziten.

Jank appellierte an die Unterrichtsministerin, dem Hilferuf der Schulen Rechnung zu tragen. „Wo bleiben die Vorschläge des Bildungsressorts zur Stärkung der Grundkompetenzen und der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen? Unser Ziel ist es, die Volksschulen innerhalb der Bildungslandschaft zu stärken – und das muss mehr sein als eine bloße Noten- und Sitzenbleiben-Diskussion. Die Weiterentwicklung der Inhalte muss in den Fokus der Arbeit der Bildungsministerin rücken“, so die ÖVP-Bildungssprecherin.

„Wir müssen die Hilferufe der Direktorinnen und Direktoren, der Lehrerinnen und Lehrer ernst nehmen - auch um diesen Kindern überhaupt eine Zukunftsperspektive eröffnen zu können. Und das unverzüglich. Die ruhigeren Tage vor Ostern sind zu nützen, um nach Ostern in die Umsetzung gehen zu können“, so Jank.

Man müsse die Realität des Schulalltags und damit natürlich auch die anstehenden Herausforderungen, die die Flüchtlingskrise mit sich gebracht hat, zur Kenntnis nehmen, verwies Jank auf die hohe Quote von 60,7 Prozent an Schülern in Wien mit nichtdeutscher Umgangssprache. „Deutsch ist der Schlüssel zur Integration. Dort, wo es in konzentrierter Form Sprachprobleme gibt, müssen sofort Maßnahmen gesetzt werden – ansonsten wird das Problem in die weiterführenden Schulen verschleppt“, warnt Jank. Das kann der Einsatz von SozialarbeiterInnen oder PsychologInnen sein, oder auch jener von zwei LehrerInnen in der Klasse, wie es der Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger vorgeschlagen hat, schloss die Abgeordnete.
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