Wr. Landtag – Rot-Grün fasst Beschluss für die Eindämmung gentechnisch veränderter Organismen und gegen Glyphosat

SP-Taucher: „Menschen sind keine Versuchskaninchen für Labors der Gentechnikmultis“

Wien (OTS/SPW-K) - Der Landtag hat heute eine Ausbringungsbeschränkung bzw. ein Ausbringungsverbot für diverse gentechnisch veränderte Organismen (GVO) beschlossen. „Ich freue mich, dass wir mit dieser Änderung unsere Natur, die Biodiversität in ihrer Natürlichkeit und die Gesundheit von Nahrungsmittel für Mensch und Tier schützen und die Verwendung gentechnisch veränderte Organismen in Wien nicht mehr möglich ist“, die Folgen gentechnisch veränderter Nahrungsmittel sind nicht absehbar. „Wir Menschen sind keine Versuchskaninschen für Labors der Gentechnikmultis“, sagt der Landtagsabgeordnete der SPÖ-Wien Josef Taucher anlässlich der heute beschlossenen Änderung im Wiener-Gentechnik-Vorsorgegesetz.

„Immer wieder versuchen uns Vertreter der Gentechnik-Konzerne weis zu machen, dass damit der Hunger in der Welt zu bekämpfen wäre und das dies alles aus einer altruistischen Motivation heraus geschieht. Wir wissen aber, dass es hier lediglich um Profitinteressen geht“, so Taucher und betont: „Diese Konzerne führen Krieg gegen Völker, Krieg gegen Staaten und Krieg gegen die Ärmsten. Wir wollen und wir brauchen keine gentechnisch veränderten Organismen. Wir produzieren genügend Lebensmittel für alle - das Problem ist nur, dass wir sie nicht gerecht verteilen und unseren Überschuss in den Müll werfen“, sagt Taucher. Durchschnittlich werfen der Wiener und die Wienerin jährlich rund 40 Kilogramm an Lebensmitteln in den Müll. „Hier müssen wir ansetzen und der Lebensmittelverschwendung Einhalt gebieten“, so Taucher.

Rot-Grün fordert Regelung zur Eindämmung des Giftstoffes Glyphosat vom Landesministerium =

Die internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation hat dieses Pestizid bereits im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft und es wirkt sich auf den Hormonhaushalt der Menschen aus.
Trotzdem steigen weltweit nicht nur die eingesetzen Mengen rasant an, auch die Anwendungsformen werden immer vielfältiger: „Der Einsatz von Glyphosat beschränkt sich schon seit Jahren nicht mehr auf das ‚Totspritzen’ von ‚Unkräutern’“, so Taucher. Zunehmend wird Glyphosat auch zum Spritzen von Getreide, Mais und Soja unmittelbar vor der Ernte verwendet, was Pestizidrückstände am Endprodukt erzeugt. „Rückstände von Glyphosat befinden sich in unseren Körpern. Nur, wenn wir sie restlos aus unseren Lebensmitteln verbannen, entfernen wir sie auch aus unseren Körpern“, so der Grünen-Gemeinderat Rüdiger Maresch.

„Wir ersuchen mit diesem Beschlussantrag den Bundesminister für Land-und Forstwirtschaft, dass er sich im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher auf EU-Ebene für ein explizites Verbot glyphosathältiger Pflanzenschutzmittel einsetzt. „Denn nur, wenn Glyphosat in der ganzen Europäischen Union verboten ist, kann gewährleistet werden, dass dieses gesundheitsgefährdende Mittel in Österreich keinen Einfluss mehr auf gesunde Menschen hat“, schließt Taucher.

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