- 18.03.2016, 13:17:18
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Wr. Landtag – Rot-Grün fasst Beschluss für die Eindämmung gentechnisch veränderter Organismen und gegen Glyphosat
SP-Taucher: „Menschen sind keine Versuchskaninchen für Labors der Gentechnikmultis“
Utl.: SP-Taucher: „Menschen sind keine Versuchskaninchen für Labors
der Gentechnikmultis“ =
Wien (OTS/SPW-K) - Der Landtag hat heute eine
Ausbringungsbeschränkung bzw. ein Ausbringungsverbot für diverse
gentechnisch veränderte Organismen (GVO) beschlossen. „Ich freue
mich, dass wir mit dieser Änderung unsere Natur, die Biodiversität in
ihrer Natürlichkeit und die Gesundheit von Nahrungsmittel für Mensch
und Tier schützen und die Verwendung gentechnisch veränderte
Organismen in Wien nicht mehr möglich ist“, die Folgen gentechnisch
veränderter Nahrungsmittel sind nicht absehbar. „Wir Menschen sind
keine Versuchskaninschen für Labors der Gentechnikmultis“, sagt der
Landtagsabgeordnete der SPÖ-Wien Josef Taucher anlässlich der heute
beschlossenen Änderung im Wiener-Gentechnik-Vorsorgegesetz.
„Immer wieder versuchen uns Vertreter der Gentechnik-Konzerne weis zu
machen, dass damit der Hunger in der Welt zu bekämpfen wäre und das
dies alles aus einer altruistischen Motivation heraus geschieht. Wir
wissen aber, dass es hier lediglich um Profitinteressen geht“, so
Taucher und betont: „Diese Konzerne führen Krieg gegen Völker, Krieg
gegen Staaten und Krieg gegen die Ärmsten. Wir wollen und wir
brauchen keine gentechnisch veränderten Organismen. Wir produzieren
genügend Lebensmittel für alle - das Problem ist nur, dass wir sie
nicht gerecht verteilen und unseren Überschuss in den Müll werfen“,
sagt Taucher. Durchschnittlich werfen der Wiener und die Wienerin
jährlich rund 40 Kilogramm an Lebensmitteln in den Müll. „Hier müssen
wir ansetzen und der Lebensmittelverschwendung Einhalt gebieten“, so
Taucher.
Rot-Grün fordert Regelung zur Eindämmung des Giftstoffes
Glyphosat vom Landesministerium =
Die internationale Agentur für Krebsforschung der
Weltgesundheitsorganisation hat dieses Pestizid bereits im März 2015
als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft und es
wirkt sich auf den Hormonhaushalt der Menschen aus.
Trotzdem steigen weltweit nicht nur die eingesetzen Mengen rasant an,
auch die Anwendungsformen werden immer vielfältiger: „Der Einsatz von
Glyphosat beschränkt sich schon seit Jahren nicht mehr auf das
‚Totspritzen’ von ‚Unkräutern’“, so Taucher. Zunehmend wird Glyphosat
auch zum Spritzen von Getreide, Mais und Soja unmittelbar vor der
Ernte verwendet, was Pestizidrückstände am Endprodukt erzeugt.
„Rückstände von Glyphosat befinden sich in unseren Körpern. Nur, wenn
wir sie restlos aus unseren Lebensmitteln verbannen, entfernen wir
sie auch aus unseren Körpern“, so der Grünen-Gemeinderat Rüdiger
Maresch.
„Wir ersuchen mit diesem Beschlussantrag den Bundesminister für Land-
und Forstwirtschaft, dass er sich im Sinne der Österreicherinnen und
Österreicher auf EU-Ebene für ein explizites Verbot glyphosathältiger
Pflanzenschutzmittel einsetzt. „Denn nur, wenn Glyphosat in der
ganzen Europäischen Union verboten ist, kann gewährleistet werden,
dass dieses gesundheitsgefährdende Mittel in Österreich keinen
Einfluss mehr auf gesunde Menschen hat“, schließt Taucher.
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