• 18.03.2016, 12:26:02
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Walser: Autonome Mittelverwendung für Pflichtschulen ermöglichen

Grüne: Bildungssystem flexibel machen statt überregulieren

Utl.: Grüne: Bildungssystem flexibel machen statt überregulieren =

Wien (OTS) - „Die Kritik von der pädagogischen Basis ist mehr als nur
berechtigt. Die Schulen werden derzeit mit ihren Problemen alleine
gelassen“, zeigt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen,
Verständnis für die öffentliche Diskussion über Probleme an
Pflichtschulen: „Kleine Korrekturen am System sind zu wenig. Mit
Heftpflastern kann man die blutenden Wunden im Bildungssystem nicht
heilen", macht Walser die Dimension der Probleme deutlich: „Es ist
unverantwortlich, dass die Regierung noch immer nicht in der Lage
ist, die am 17. November präsentierte angebliche Einigung für eine
Bildungsreform vorzulegen und Verhandlungen für die notwendige
Zwei-Drittel-Mehrheit zu beginnen.“

Die von den Direktorinnen und Direktoren der Pflichtschulen
präsentierten Probleme kann man nur an den jeweiligen Standorten
wirksam lösen. „Daher muss die lange versprochene Schulautonomie
rasch umgesetzt werden. Es braucht dort mehr Geld, wo die Probleme am
größten sind. Unsere Forderung nach einer bedarfsorientieren
Mittelzuteilung ist aktueller denn je. Wie das Geld eingesetzt wird,
muss dann an den Standorten entschieden werden, um autonome
Förderpläne und Konzepte wirksam umzusetzen", sagt Walser.
Kurzfristig verlangen die Grünen die umgehende Ausbezahlung der
längst versprochenen 24 Millionen für Sprachförderung sowie die
Bereitstellung weiterer Mittel aus dem Integrationstopf.

Die Förderung von Kindern muss aber schon im Kindergarten beginnen.
„Wir müssen endlich das zweite verpflichtende Kindergartenjahr und
bundesweite Qualitätsstandards umsetzen“, konkretisiert Walser seine
Forderungen: „Die Volksschulen brauchen nicht nur mehr Mittel,
sondern vor allem mehr Möglichkeiten, um flexibel auf die Bedürfnisse
ihrer SchülerInnen eingehen zu können. Mehrstufenklassen, flexibler
Schulstart, Fördergruppen, ganztägiger Unterricht, Begabtenförderung
und der Einsatz von nichtpädagogischem Personal sollen ohne
bürokratischen Hürdenlauf autonom umgesetzt werden können.“ Walser
verweist auf positive Erfahrungen in Südtirol, wo Schulautonomie groß
geschrieben wird. Er appelliert an die Ministerin, Stadtschulrat und
Landesschulräte: „Hört auf, die Schulen durch Überregulierung an der
Arbeit zu hindern.“

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