- 18.03.2016, 11:55:49
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Gewerkschaft vida: Beschäftigte müssen vom AUA-Erfolg profitieren
Chefetage muss für nachhaltige Verlässlichkeit sorgen
Utl.: Chefetage muss für nachhaltige Verlässlichkeit sorgen =
Wien (OTS) - Erfreut über den finanziellen Höhenflug der AUA zeigt
sich Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luft- und
Schiffverkehr in der Gewerkschaft vida. „Die jetzt vorgelegten
schwarzen Zahlen beweisen, dass das Vorstandstrio Kratky, Otto und
Lachinger mit seinem Kurs dem Konkurrenz- und Preisdruck der
Billigairlines standgehalten hat. Der Trend geht in die richtige
Richtung und zeigt, dass hier etwas Gutes entstehen kann.“ ++++
Beschäftigte verdienen Stück vom Gewinnkuchen
Schwarcz pocht jedoch darauf, dass die positive finanzielle
Entwicklung bei der AUA auch auf die Beschäftigten zurückzuführen
ist: „Nicht die Vorstände sind das Gesicht einer erfolgreichen
Airline. Es sind meine Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich mit
vollem Einsatz die Kunden in den Fliegern betreuen. Sie haben sich
ein anständiges Stück vom Gewinnkuchen verdient. Ihre Gehälter müssen
in Zukunft abheben!“
Schluss mit Chaos am Boden und über den Wolken
AUA-Chef Kay Kratky muss für Stabilität sorgen, fordert Schwarcz:
„Gerade jetzt wo die AUA auch die Langstreckendestinationen
aufstockt, muss es Verlässlichkeit geben. Das Chaos rund um dutzende
Flugausfälle und miserable Personalplanung im vergangenen Sommer war
jedenfalls kein Ruhmesblatt für das Unternehmen. Diese negativen
Erfahrungen haben sich natürlich in den Köpfen der Kunden, der Crews
und der Kolleginnen und Kollegen festgesetzt.“ Der von Kratky
angekündigte weitere Personalaufbau innerhalb des Konzerns ist für
den Gewerkschafter ein längst überfälliger Schritt: „Es geht darum,
langfristig für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Was wir nicht brauchen,
ist, dass es in wenigen Jahren wegen Fehlinvestitionen und
Fehlplanungen zu drastischen Einschnitten kommt.“
„Auch wenn der finanzielle Erfolg der AUA durchaus positive Signale
bedeutet, brechen wir sicher nicht in Jubelchöre aus“, so Schwarcz.
„Die Chefetage ist jetzt aufgefordert, sich und die Airline als
verlässlichen Partner zu etablieren. Zudem müssen die Ängste der
neuen KollegInnen ernst genommen werden. Sie dürfen nicht in die
Lufthansa-Billigfliegerschiene Eurowings abgeschoben, sondern müssen
tatsächlich nach dem AUA-Kollektivvertrag angestellt und entlohnt
werden. Nur so kann die Fluglinie auf Erfolgskurs bleiben.“
Langfristiges Erfolgsrezept muss her
Angesichts des finanziellen Höhenflugs der AUA fordert Schwarcz den
Chef des Mutterkonzerns Lufthansa, Carsten Spohr, erneut auf, Pläne
auf den Tisch zu legen, wie in Zukunft mit den Premium-Carriern der
Lufthansa Gruppe umgegangen wird: „AUA, Lufthansa oder Swiss stehen
für Standards wie Stabilität, Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit.
Davon kann bei der Lufthansa-Tochter Eurowings keine Rede sein. Der
komplett missglückte Start des Billigfliegers beschädigt das Image
sämtlicher Lufthansa-Airlines.“ Spohr sei zudem gut beraten, endlich
grünes Licht für konzernübergreifende Sozialstandards zu geben. Die
vida stehe für Verhandlungen jederzeit bereit.
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