APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Faymann, Schelling und Kurz aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 11.03. bis 17.03.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

Vor allem der Solo-Auftritt des Bundeskanzlers in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ hat für zahlreiche Diskussionen gesorgt. In einer koordinierten Aktion haben die Stiftungsräte von ÖVP, FPÖ, Grünen, Neos und Team Stronach eine schriftliche Anfrage an ORF-Generalsekretär Alexander Wrabetz gerichtet. Unter Berufung auf das ORF-Aktiengesetz wollen die Vertreter des obersten Fernsehgremiums wissen, von wem die Initiative zum Einzelinterview mit Faymann ausgegangen ist bzw. welche Gründe für die Entscheidung zugunsten des Einzelinterviews statt einer Diskussionsrunde ausschlaggebend waren.

Im ORF-Interview selbst übte Faymann Kritik am "Versagen Europas" in der Flüchtlingsfrage. Es könne nicht sein, dass drei Länder -Deutschland, Schweden, Österreich - das Problem für ganz Europa lösen. Mit Hinweis auf die Situation in Idomeni, wo sich aktuell tausende Flüchtlinge an der geschlossenen griechisch-mazedonischen Grenze stauen, meinte der Kanzler: "Wenn ein Land einen Alleingang macht, ist das immer schlechter, als eine europäische Lösung." Die Aufteilung funktioniere derzeit aber nicht: Portugal habe 7000 Flüchtlinge übernehmen wollen, es habe bisher aber nur 200 erhalten.

Die Politik Österreichs mit einer Flüchtlingsobergrenze verteidigte der Bundeskanzler. "Es können nicht alle nach Österreich kommen, weil das am einfachsten ist." Man müsse Aufnahmezentren schaffen und eine geordnete Aufteilung erreichen. Die Feststellung, dass Europa eine Festung errichte, wies Faymann zurück.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auf Platz 14 im Ranking.

Am Dienstag hat die Tiroler Landesregierung die stufenweise Einführung eines sektoralen Fahrverbots für Lkw mit Müll- und Schrottlast ab 1. Oktober beschlossen. Zunächst werden Lkw der „Euroklasse zwei solo“ verboten. Bis Juli 2018 soll schließlich das gesamte sektorale Fahrverbot verordnet werden.

Mit dieser Verordnung sei auf die Stellungnahme der Europäischen Kommission eingegangen worden, die auf weitere Schritte zur Verbesserung der Luftqualität dränge, bevor der freie Warenverkehr eingeschränkt werde, so Platter. 80 km/h für Pkw - wie von der Kommission gefordert - sei auf der Autobahn aber nicht möglich, denn:
"Die Autobahnen sind zum Autofahren da." Der Landeshauptmann betonte zudem, „die volle Unterstützung des Bundes" zu haben. Verkehrsminister Gerald Klug (SPÖ) werde Tirol "massiv unterstützen", indem er in Brüssel Position beziehen werde.

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