FHP-Delegation zum "Tag des Waldes" bei Bundespräsident Fischer

Eiche ist Baum des Jahres 2016

Wien (OTS) - Am 21. März findet alljährlich der "Tag des Waldes" statt. Aus diesem Anlass empfing Bundespräsident Heinz Fischer gestern eine Abordnung der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft und nahm ein "Eichenpaket" in Empfang. Die Eiche ist nämlich der "Baum des Jahres 2016". Die Delegation, bestehend aus Vertretern des Kooperationsabkommens FHP (Forst Holz Papier) nutzte auch die Gelegenheit, mit dem Bundespräsidenten aktuelle Fragen der Forst- und Holzwirtschaft zu besprechen. Dabei ging es etwa um die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft an den Wald, um die konkreten Konsequenzen der Außernutzungstellung von Flächen, weiters um die aktuelle Mountainbike-Diskussion, aber auch um die Bedeutung des heimischen Holzbaus im nationalen und internationalen Umfeld sowie um die wirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors insgesamt. Der Bundespräsident erwies sich in dem Gespräch als großer Freund des Waldes und Naturliebhaber.

Eiche ist ein "Klimawunder"

Der Baum des Jahres 2016, die Eiche, stammt aus der Familie der Buchengewächse und kann ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen. Eigen sind dem Baum die gelappten und rund gesägten Blätter an kurzen Stielen, aber auch die mächtige Krone, die tiefgefurchte Rinde und das unverwüstliche Holz. Die in Mitteleuropa verbreitetsten Arten sind die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus petracea). Die Eiche gilt als regelrechtes "Klimawunder". Sie ist in hohem Maße in der Lage, sich flexibel auf veränderte Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden einzustellen und diese gut zu überstehen. Besonders in Zeiten des Klimawandels erhält sie damit eine große Bedeutung.

Die Eiche liefert auch einen unverzichtbaren Rohstoff für Winzer, Schiffs- und Möbelbauer. Eichenholz ist in seiner Widerstandskraft unerreicht und im Vergleich zu anderen einheimischen Hölzern bis heute ohne Konkurrenz. Die Hersteller von Whisky- und Sherryfässern setzen ebenfalls auf dieses Holz. Auch Winzer bauen ihre edlen Weine in Eichenfässern aus. Für andere Produkte wie etwa Essig gelingt die Kunst der Lagerung besonders gut in Eiche. Auch für den Haus- und Brückenbau, das Müllereigewerbe, die Gerberei und andere Handwerksberufe ist die Eiche die meistverwendete Holzart.

Begehrtes Nahrungsmittel

Wegen ihres hohen Nährwertes wird die Eichel zur Schweinemast und zur Wildfütterung verwendet. Die Nussfrucht reift ein bis zwei Jahre lang in einer becherartigen Hülle. Die Früchte der Steineiche gelten als erste und ursprünglichste Nahrung der Menschen. Später begann man die Eichel zu mälzen und daraus Eichelkaffee herzustellen. Eichelmehl wiederum spielte eine wichtige Rolle auf dem Speisezettel der Germanen. In Russland wurde noch während des ersten Weltkrieges aus Eichelmehl ein amtlich geprüftes "Hungerbrot" gebacken.

Heiliger Baum

Von Hethitern, Persern, Griechen, Römern und auch anderen Kulturen sind uns Eichenkulte bekannt. Die Eiche steht dabei als Symbol für Kraft, Willensstärke und die Wahrheit. Im Alten Testament taucht sie mehrmals als Orakelbaum auf. Die Druiden als geistige Führer der Kelten bestiegen einmal im Jahr die heiligen Eichen, um die Eichelmisteln abzuschneiden. Als Überbleibsel dieses alten Kultes hat die Verwendung von Mistelzweigen als Weihnachtsschmuck besonders im angelsächsischen Raum überlebt.

Einzigartige Branchenplattform

Das Kooperationsabkommen FHP (Forst Holz Papier) repräsentiert 300.000 Arbeitsplätze und 172.000 Familienunternehmen. Mit einem Produktionswert von 12 Mrd. Euro und einem Exportüberschuss von 3,5 Mrd. Euro ist der Holzsektor die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche in Österreich. FHP ist als nationale Branchenplattform in Europa einzigartig.
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Bildtext:
FHP-Delegation beim Bundespräsidenten
v.l.n.r.: Karoline Trinks (Land&ForstBetriebe Österreich), Paul Lang (Vizepräsident des Waldverbandes Österreich) Herbert Jöbstl (Vorsitzender der Sägeindustrie), Bundespräsident Heinz Fischer, Felix Montecuccoli (Präsident der Land&ForstBetriebe) und Hermine Hackl (Generalsekretärin des Kooperationsabkommens Forst Holz Papier).

Bildautor: Carina Karlovits/HBF

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Kooperationsabkommen Forst Holz Papier
Generalsekretärin Mag. Hermine Hackl,
Tel.-Nr. 01/4020112-901, Mobil: 0664/8599409,
E-Mail: hackl@forstholzpapier.at

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