Steinbichler: "Erfolgreicher Start nach Privatisierung"

Kommunalkredit Austria veröffentlicht Jahresergebnis 2015

Wien (OTS) -

  • IFRS-Gewinn nach Steuern EUR 5,6 Mio.
  • Ausgezeichnete Eigenkapitalbasis: Kernkapitalquote 25,6 %; Eigenmittelquote 34,1 %
  • Hohe Portfolioqualität; Non Performing Loan-Ratio 0,0 %
  • Positiver Geschäftsverlauf für 2016 erwartet

Die Kommunalkredit Austria AG (KA) hat heute den ersten Jahresabschluss nach der erfolgreichen Privatisierung im September 2015 veröffentlicht. Aufgrund der mit der Privatisierung verbundenen Spaltung zur Neugründung am 26. September 2015 umfasst der Jahresabschluss gemäß den International Financial Reporting Standard (IFRS) für die Gewinn- und Verlustrechnung den Zeitraum 26. September 2015 bis 31. Dezember 2015; für diese Periode wird ein IFRS-Ergebnis nach Steuern von EUR 5,6 Mio. ausgewiesen. Nach Bestimmungen des UGB/BWG wird ein gesamtes Geschäftsjahr (1. Jänner-31. Dezember 2015) berichtet. Das UGB/BWG-Jahresergebnis für diese Periode beträgt EUR 18,3 Mio. nach einer EUR 15 Mio.-Vorsorge für den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die Bank verfügt über eine ausgezeichnete Kapitalbasis mit einer Kernkapitalquote von 25,6 % und einer Eigenmittelquote von 34,1 %, bei einer Non Performing Loan (NPL)-Ratio von 0,0 %. „Mit diesen Kennzahlen verfügt die Bank über eine ausgezeichnete Ausgangsbasis, um die vielversprechenden Chancen im Infrastrukturbereich umzusetzen“, so KA-Vorstandsvorsitzender Alois Steinbichler. „Die Bank wird dabei eine Brückenfunktion zwischen den Erfordernissen der öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Infrastruktur und dem Investitionsbedarf institutioneller Investoren wahrnehmen.“

Erfolgreiche Privatisierung

Mit der umgesetzten Privatisierung wurde den Bedingungen der Änderungsentscheidung der Europäischen Kommission vom 19. Juli 2013 entsprochen. Demzufolge war ein Verkauf der KA mit bis zu 50 % der Aktiva der vormaligen Kommunalkredit möglich. Zu betonen ist, dass im Rahmen der Verkaufstransaktion weder Haftungen für Aktiva noch Refinanzierungsunterstützung zugunsten der neu entstandenen KA seitens der Verkäufer erforderlich waren.

Die KA ist nunmehr im 99,78 %-Eigentum der Gesona Beteiligungsverwaltung GmbH; diese steht im indirekten Eigentum der englischen Interritus Limited, deren Aktionäre Family Offices und Investoren mit langfristiger Wertorientierung sind, und der irischen Trinity Investments Limited, die vom Londoner Vermögensverwalter Attestor Capital LLP verwaltet wird und deren Kapital von einer breit gestreuten ebenso langfristig orientierten Investorengruppe zur Verfügung gestellt wird. Die restlichen 0,22 % der Aktien werden weiterhin vom Österreichischen Gemeindebund gehalten. Die Eigentümer unterstützen die strategischen Ziele der KA im Infrastrukturbereich und im Förderungsmanagement und planen den Ausbau des Bankbetriebes.

Bilanzstruktur

Die IFRS-Konzernbilanzsumme der KA zum 31. Dezember 2015 beträgt EUR 4,2 Mrd.; darin enthalten sind insbesondere Forderungen gegenüber Kunden von EUR 1,9 Mrd. sowie Vermögenswerte (Darlehen) zum Fair Value von EUR 0,7 Mrd. Die KA verfügt über eine solide Kapitalausstattung mit Eigenmitteln per 31. Dezember 2015 von insgesamt EUR 259,9 Mio.; das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) beträgt EUR 194,9 Mio. Bei einem Gesamtbestand von risikogewichteten Aktiva von EUR 761,8 Mio. ergibt sich eine harte Kernkapitalquote von 25,6 % und eine Gesamtkapitalquote von 34,1 %; die Leverage Ratio beträgt 5,0 %. Die KA hat langfristige Refinanzierungsmittel von EUR 3,1 Mrd. und damit ein exzellentes Refinanzierungsprofil.

Rating

Die KA verfügt über ein langfristiges Rating der Agentur DBRS (Dominion Bond Rating Service) von BBB (low) und ein kurzfristiges Rating von R-2 (mid). Im Covered Bond-Bereich besteht ein Rating von Moody´s mit Baa3. Alle Ratings der KA haben einen stabilen Ausblick.

Ertragslage

Der IFRS-Nettogewinn von EUR 5,6 Mio. für die Berichtsperiode (26.9.-31.12.2015) resultiert aus Nettozinserträgen von EUR 9,3 Mio. sowie einem Handels- und Bewertungsergebnis von EUR 1,7 Mio. Dem steht ein Verwaltungsaufwand von EUR 12,7 Mio. gegenüber. Der positive Steuerwert von EUR 1,5 Mio. ist eine aus Verlustvorträgen resultierende rechnerische Größe nach IFRS; tatsächlich wurden EUR 1,6 Mio. an Steuern geleistet, zusätzlich zur Bankenstabilitätsabgabe von EUR 1,0 Mio. und Beiträgen zum nationalen Bankenabwicklungsfonds von EUR 0,8 Mio. Die Eigenkapitalrendite (ROE) beträgt 8,8 %.

UGB/BWG

Das UGB-Jahresergebnis nach Steuern beträgt EUR 18,3 Mio., nach Dotierung einer EUR 15,0 Mio. allgemeinen Risikovorsorge nach § 57 Abs. 3 BWG („Fonds für allgemeine Bankrisiken“). Bei einem Nettozinsergebnis von EUR 42,3 Mio. und Gesamtbetriebserträgen von EUR 55,6 Mio. resultiert nach Betriebsaufwendungen von EUR 31,9 Mio. ein Betriebsergebnis von EUR 23,7 Mio. Die Eigenkapitalrendite (ROE) nach UGB beträgt 10,2 %. Der Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 8 Mio. für das abgelaufene Geschäftsjahr vorschlagen.

Ausblick

Auf Basis der geschilderten Ausgangslage erwartet die KA für das Geschäftsjahr 2016 wiederum einen positiven Geschäftsverlauf. Die KA konzentriert sich auf die Strukturierung und Finanzierung öffentlichkeitsnaher Infrastrukturprojekte in den Bereichen „Soziale Infrastruktur“ (Pflegeheime, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen), „Verkehr“ (Nahverkehrskonzepte, Straße, Schiene) sowie „Energie & Umwelt“ (nachhaltige Energieträger). Die Bank bildet dabei eine Brückenfunktion, indem sie die Veranlagungsbedürfnisse institutioneller Investoren (Versicherungen, Pensionsfonds, Versorgungswerke etc.) einerseits und den Bedarf von Projekterrichtern im Infrastrukturbereich andererseits in Einklang bringt. Damit trägt die KA den im Infrastrukturbereich signifikant geänderten, strategischen Rahmenbedingungen Rechnung; diese sind vor allem:

  • eingeschränkte finanzielle Spielräume öffentlicher Haushalte aufgrund der erforderlichen Budgetkonsolidierungen;
  • aufsichtsrechtliche Bestimmungen für Banken (z. B. Basel III, Entwurf Basel IV), welche die langfristige Kreditvergabe erschweren bzw. verteuern;
  • ein historisch niedriges Zinsumfeld, welches die Erweiterung von Veranlagungsformen für institutionelle Investoren erfordert.

Die 90 %-Tochtergesellschaft der KA, Kommunalkredit Public Consulting (KPC), wird ihre führenden Aktivitäten im Förderungsmanagement fortführen. Es wird 2016 mit einer Vergabe öffentlicher Förderungsmittel im Ausmaß von ca. EUR 450 Mio. gerechnet. Das daraus resultierende Investitionsvolumen wird sich erfahrungsgemäß zwischen EUR 2 Mrd. und EUR 2,5 Mrd. bewegen und ist damit ein signifikanter konjunktureller Impulsgeber. Betreut werden insbesondere Förderungsinitiativen öffentlicher Stellen in den Bereichen Energie, Wasser, Altlasten und Verkehr.

Die detaillierten Jahresberichte nach IFRS und UGB/BWG sind unter
http://www.kommunalkredit.at/DE/Info-Corner/Berichte/Berichte.aspx
verfügbar.

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Mag. Marcus Mayer (Kommunikation)
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