- 18.03.2016, 10:00:01
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10 Jahre Spezialambulanz für Menschen mit Down-Syndrom in der Krankenanstalt Rudolfstiftung
Wien (OTS) - Am 21.3.2006 wurde erstmals der Welt-Down-Syndrom-Tag
begangen. Das Datum bezieht sich auf das Chromosom 21, das bei
Menschen mit Down-Syndrom dreifach vorhanden ist. Seit 21.3.2006,
gibt es in der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien eine
Spezialambulanz für Menschen mit Down-Syndrom. Ziel dieser
Einrichtung ist, Menschen mit Down-Syndrom und ihren Familien und
Betreuungspersonen medizinische, psychologische und
sozialarbeiterische Unterstützung zu bieten. Dieses Angebot richtet
sich an Menschen mit Down-Syndrom vom Neugeborenen bis ins
fortgeschrittene Erwachsenenalter, ebenso aber auch an Eltern, die
nach Pränataldiagnostik mit der Diagnose Trisomie 21 konfrontiert
sind. Seit Bestehen wurden rund 650 Patientinnen und Patienten und
ihre Bezugspersonen betreut und beraten.
Infobox und Down-Syndrom-Gesundheitspass
Die meisten Familien konsultieren bereits vor oder kurz nach der
Geburt das intertdisziplinäre Ambulanzteam. Um eine kompakten
Überblick über Untersuchungen und vorbeugende Maßnahmen zu bieten,
hat das Team den „Down-Syndrom-Gesundheitspass“ entwickelt, der
anfangs parallel und ergänzend zum Mutter-Kind-Pass geführt wird. Er
endet aber nicht wie dieser im Vorschulalter, sondern auch für
Schul-, Jugend- und Erwachsenenalter werden regelmäßige
Untersuchungen vorgeschlagen. Darüber hinaus wurde in Kooperation mit
dem Dachverband Down Syndrom Österreich eine Informationsbox für neu
betroffene Familien entwickelt, die die wichtigsten Informationen für
die erste Zeit mit dem neuen und oft unerwartet „anderen“ Baby
enthält.
Untersuchung und Beratung
Das Ambulanzteam kümmert sich um Fragen zur Gesundheit, Entwicklung,
möglichen psychischen oder sozialen Problemstellungen, wobei auch die
Entlastung der Angehörigen ein wichtiges Thema ist. Dazu gehören auch
Informationen über bestehende gesetzliche Ansprüche, über lokale
Förderangebote und Einrichtungen und die Nutzung des lokalen und
österreichweiten Netzwerkes Down-Syndrom. Die Down-Syndrom-Ambulanz
versteht sich als ein Knotenpunkt im Netzwerk, in dem Fachabteilungen
im Krankenhaus, entwicklungsdiagnostische Ambulatorien, Fachärztinnen
und Fachärzte, Hausärztinnen und Hausärzte, Therapeutinnen und
Therapeuten, Kindergärten, Schulen und noch viele mehr
zusammenarbeiten, um Menschen mit Down-Syndrom möglichst gute
Lebensbedingungen zu schaffen. Oberstes Ziel ist immer die
Selbstermächtigung und Stärkung der Menschen mit Down- Syndrom und
deren Angehörigen.
Einen gesunden Lebensstil entwickeln
Im Laufe der Arbeit hat sich als Schwerpunkt der Gesundheitsvorsorge
die Entwicklung eines gesunden Lebensstils mit viel Bewegung,
vernünftiger Ernährung, und Lustgewinn unabhängig vom Essen
herausgestellt. Um der Entwicklung von Übergewicht und den daraus
resultierenden Problemen vorzubeugen wurde das Projekt „MovEat“ ins
Leben gerufen. Eine Gruppe für junge Erwachsene mit Down-Syndrom, in
der es um gesunde Ernährung geht und verschiedene Bewegungsangebote
ausprobiert werden können. Weitere sehr erfolgreiche Initiativen der
Down-Syndrom-Ambulanz sind ein Jugendtreff und eine Schwimmgruppe
unter heilpädagogischer Anleitung.
Kontakt:
KA Rudolfstiftung, Boerhaavegasse 13/EG, 1030 Wien
Tel.: 01/711 65-4780
Mail: ambulanz@down-syndrom.at
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