• 17.03.2016, 14:31:18
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Gusenbauer-Jäger: Regelung für Hausapotheken versorgt den ländlichen Raum

Wien (OTS/SK) - „Die Einigung zwischen Gesundheitsministerium und der
Gemeindevertretung, mit der die Nachfolge bei Hausapotheken neu
geregelt wird, ist für den ländlichen Raum besonders wichtig“, stellt
SPÖ-Kommunalsprecherin Marianne Gusenbauer-Jäger fest. Dieses
Ergebnis kommt in einem SPÖ-ÖVP-Initiativantrag zum Ausdruck, der
gestern im Parlament eingebracht wurde. ****

Als Kommunalsprecherin sei sie immer wieder darauf hingewiesen
worden, dass Hausapotheken für die gesundheitliche Versorgung von
Gemeinden im ländlichen Raum besonders wichtig seien. „Es ist
unglaublich, welche Folgewirkungen das System der Hausapotheken mit
sich bringt“, zeigt die SPÖ-Nationalratsabgeordnete auf:

* Für viele Ordinationen konnte kein Nachfolger gefunden werden, weil
die Hausapotheke nicht mit übergeben werden konnte.
* Damit wurde der Ärztemangel im ländlichen Raum verschlimmert.
* Die Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum mit Medikamenten
wurde ebenfalls schlechter.

Die nunmehr getroffene Nachfolgeregelung bei Hausapotheken löst den
Großteil dieser Probleme. Die vorgeschriebene Entfernung zur nächsten
Apotheke wurde von sechs auf vier Kilometer reduziert, um eine
Hausapotheke auch bei einer Nachfolge weiterführen zu können. Weiters
ist vorgesehen, dass in flächenmäßig großen Gemeinden, in denen jetzt
schon eine Apotheke vorhanden ist, in Zukunft ein Arzt auch dann eine
Hausapotheke betreiben darf, wenn die Apotheke mehr als sechs
Kilometer entfernt ist.

„Hiervon profitiert die medizinische Versorgung im ländlichen Raum
ganz besonders“, freut sich Abgeordnete Gusenbauer-Jäger. „Älteren
Menschen, die oft von vornherein einen stärkeren Bedarf an
Medikamenten haben und darüber hinaus nicht so mobil sind, kommt
diese Regelung besonders zugute. In Regionen mit einem unzureichenden
öffentlichen Verkehrsnetz sind beispielsweise auch Mütter mit kleinen
Kindern oder kranke Menschen die Nutznießer.“

Unterm Strich sei die Neuregelung eine mehrfache Win-Win-Situation:
„Es profitieren die ÄrztInnen, weil sie einen zusätzlichen
ökonomischen Anreiz vorfinden und darüber hinaus die Möglichkeit
verbessert wird, die Ordination an einen Nachfolger zu übergeben; der
Landarzt wird wieder attraktiver. Es profitieren die Menschen, die
auf eine komplikationslose Versorgung mit Medikamenten angewiesen
sind. Es profitieren die Gemeinden und die Regionen, in denen die
gesundheitliche Versorgung verbessert wird“, fasst die
SPÖ-Kommunalsprecherin die Vorteile der Neuregelung zusammen.
(Schluss) bj/mp

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