Gusenbauer-Jäger: Regelung für Hausapotheken versorgt den ländlichen Raum

Wien (OTS/SK) - „Die Einigung zwischen Gesundheitsministerium und der Gemeindevertretung, mit der die Nachfolge bei Hausapotheken neu geregelt wird, ist für den ländlichen Raum besonders wichtig“, stellt SPÖ-Kommunalsprecherin Marianne Gusenbauer-Jäger fest. Dieses Ergebnis kommt in einem SPÖ-ÖVP-Initiativantrag zum Ausdruck, der gestern im Parlament eingebracht wurde. ****

Als Kommunalsprecherin sei sie immer wieder darauf hingewiesen worden, dass Hausapotheken für die gesundheitliche Versorgung von Gemeinden im ländlichen Raum besonders wichtig seien. „Es ist unglaublich, welche Folgewirkungen das System der Hausapotheken mit sich bringt“, zeigt die SPÖ-Nationalratsabgeordnete auf:

  • Für viele Ordinationen konnte kein Nachfolger gefunden werden, weil die Hausapotheke nicht mit übergeben werden konnte.
  • Damit wurde der Ärztemangel im ländlichen Raum verschlimmert.
  • Die Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum mit Medikamenten wurde ebenfalls schlechter.

Die nunmehr getroffene Nachfolgeregelung bei Hausapotheken löst den Großteil dieser Probleme. Die vorgeschriebene Entfernung zur nächsten Apotheke wurde von sechs auf vier Kilometer reduziert, um eine Hausapotheke auch bei einer Nachfolge weiterführen zu können. Weiters ist vorgesehen, dass in flächenmäßig großen Gemeinden, in denen jetzt schon eine Apotheke vorhanden ist, in Zukunft ein Arzt auch dann eine Hausapotheke betreiben darf, wenn die Apotheke mehr als sechs Kilometer entfernt ist.

„Hiervon profitiert die medizinische Versorgung im ländlichen Raum ganz besonders“, freut sich Abgeordnete Gusenbauer-Jäger. „Älteren Menschen, die oft von vornherein einen stärkeren Bedarf an Medikamenten haben und darüber hinaus nicht so mobil sind, kommt diese Regelung besonders zugute. In Regionen mit einem unzureichenden öffentlichen Verkehrsnetz sind beispielsweise auch Mütter mit kleinen Kindern oder kranke Menschen die Nutznießer.“

Unterm Strich sei die Neuregelung eine mehrfache Win-Win-Situation:
„Es profitieren die ÄrztInnen, weil sie einen zusätzlichen ökonomischen Anreiz vorfinden und darüber hinaus die Möglichkeit verbessert wird, die Ordination an einen Nachfolger zu übergeben; der Landarzt wird wieder attraktiver. Es profitieren die Menschen, die auf eine komplikationslose Versorgung mit Medikamenten angewiesen sind. Es profitieren die Gemeinden und die Regionen, in denen die gesundheitliche Versorgung verbessert wird“, fasst die SPÖ-Kommunalsprecherin die Vorteile der Neuregelung zusammen. (Schluss) bj/mp

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