Jungbauern zum Thema Pflanzenschutz: Debatte weiter versachlichen

Obmann Kast: Konsumenten einfachere Informationen zur Verfügung stellen

Wien (OTS) - In den nächsten schönen Frühjahrstagen beginnen die Ackerbauern in ganz Österreich mit Pflanzenschutz-Maßnahmen, um die Pflanze und somit auch die Ernte vor Unkräutern, Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Dabei steht der ganzheitliche Ansatz für die Bauern an erster Stelle: "Pflanzenschutz heißt ja nicht nur mit der Feldspritze auf den Acker zu fahren, doch das wird im alltäglichen Sprachgebrauch leider immer wieder verwechselt", so Stefan Kast, Obmann der Österreichischen Jungbauernschaft. "Nur der ganzheitliche Pflanzenschutz sichert die kleinstrukturierte heimische Landwirtschaft und somit auch die Versorgung mit regionalen und qualitativ hochwertigen Produkten", so Kast weiter. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln steht dabei immer an letzter Stelle und wird nur dann eingesetzt, falls es wirklich notwendig ist.

Video soll zur Aufklärung und Versachlichung der Debatte beitragen

Wenn es zum erwähnten Einsatz kommt, dann verwendet der Landwirt so wenig als möglich und nur so viel als notwendig. Diese Aussage und noch weitere Fakten werden in einem neuen Aufklärungsvideo der Jungbauernschaft dargestellt. Das Video, das heute auf den Plattformen "Youtube" und "Facebook" publiziert wurde, soll den Konsumenten Informationen rund um das Thema Pflanzenschutz bereitstellen. Einfache Erklärungen, anschauliche Skizzen und eine professionelle Umsetzung zeichnen das Video aus. "Diese Publikation ist nur der Anfang. Wir werden auch in der nächsten Zeit unseren Beitrag leisten, um den Konsumenten die Produktionsweisen der realen Landwirtschaft näher zu bringen, die für viele fremd geworden ist", gibt Kast den zukünftigen Fahrplan vor.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=9a6dRRE1hfI
oder auch unter www.facebook.com/jungbauernschaft

Jungbauern-Positionspapier: Vielfalt der Wirkstoffe bewahren

In einer Sitzung des Bundesvorstandes wurde von den Jungbauern-Funktionären aus dem ganzen Bundesgebiet ein Forderungspapier zum Thema ausgearbeitet. So wird etwa eine Bewahrung der Wirkstoff-Vielfalt gefordert, um etwaige Resistenzbildungen bei Schädlingen beziehungsweise Unkräutern zu vermeiden. Des Weiteren sollen Grenzwerte nicht ständig herabgesetzt werden, nur weil die Analyse- und Messmethoden genauer werden. Selbst will man aber nicht nur reagieren, sondern agieren - indem man beispielsweise quer über das Land verteilt sogenannte "Spritzfenster" einrichtet. Dabei werden bestimmte Abschnitte eines Feldes ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet. "Wir möchten der Bevölkerung damit zeigen, dass es oftmals fast unmöglich ist, ohne den Einsatz von Pflanzenschutz in jeglicher Form zu wirtschaften.

Kast hält abschließend fest: "In Österreich hat sich die Einsatzmenge an Pflanzenschutzmitteln seit dem Jahr 1990 um 30% verringert. Wichtig ist dabei aber, dass die Landwirte selbst mit den Menschen in der unmittelbaren Umgebung über ihre Produktionsweise und auch über solche Fakten reden."
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Ing. Mag. David Süß,
Generalsekretär der Österreichischen Jungbauernschaft
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