Banken-KV: Verhandlungen neuerlich unterbrochen

Weiterhin Uneinigkeit über Branchenstiftung, Zwischenrunde am 23. März

Wien (OTS) - Nach sehr zähen Verhandlungen wurden gestern Abend die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 75.000 Bankangestellten neuerlich ergebnislos unterbrochen. Uneinigkeit herrscht weiterhin über die Errichtung einer Branchenarbeitsstiftung und auch bei der Erhöhung der KV-Gehälter liegen die Ansichten von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter weit auseinander. Für den 23. März wurde ein Zwischentermin auf Spitzenebene vereinbart.++++

„Unsere Forderung nach der Errichtung einer Branchenarbeitsstiftung bleibt unverändert aufrecht. Wir sind der Überzeugung, dass eine Branchenarbeitsstiftung eine wertvolle Zukunftsperspektive für jene Beschäftigten bietet, die aufgrund des strukturellen Wandels in der Branche in den nächsten Jahren ihren Job verlieren werden.“, erklärt Wolfgang Pischinger, GPA-djp Verhandlungsleiter und Zentralbetriebsrat der Oberbank.

Die Arbeitgeber haben nach mehrstündigen Verhandlungen ihr Angebot nur geringfügig nachgebessert: Sie bieten eine Erhöhung der KV-Gehälter um 0,7 Prozent plus 13 Euro, was einer durchschnittlichen Erhöhung von 1,16 Prozent entspricht, und bleiben bei der Einschleifregelung von 0,3 Prozent für Gehaltsbestandteile außerhalb der Gehaltsschemata. Und das, obwohl der Kreditsektor im operativen Ergebnis ein Plus verzeichnet. Im Jahr 2015 scheint die Trendumkehr des Sektors gelungen zu sein. Nach mehreren schwierigen Jahren konnte laut ÖNB wieder ein Jahresüberschuss von mehr als 3,7 Milliarden Euro erzielt werden. Das kann sich sehen lassen und liegt im Schnitt der Rekordjahre von 2004 bis 2007.

„Immer weniger Bankbeschäftigte leisten immer mehr. Diese Leistung und dieser Erfolg muss daher nach den Krisenjahren auch wieder an die Beschäftigten der Branche weitergegeben werden. Aufgrund der starren Haltung der Arbeitgeber bleiben wir auch hier bei unserer Forderungen nach einer nachhaltigen und realen Erhöhung der Gehälter um 1,4 Prozent“, so Pischinger abschließend.

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