AK Goach zum Europäischen Rat: „Große Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden“

Europäischen Sozialfonds um 10 Milliarden aufstocken

Wien (OTS) - „Die besonders große Fluchtbewegung nach Europa zeigt, dass die Entwicklung einer solidarischen und menschlichen Asylpolitik in Europa eine Aufgabe von höchster Priorität ist. Der Europäische Rat ist gefordert, endlich rasch effektive Maßnahmen zu setzen, reichend von der gerechten Verteilung der Flüchtlinge, der massiven Ausweitung der öffentlichen Investitionen bis hin zur Aufstockung des Europäischen Sozialfonds um 10 Milliarden Euro“, sagt Günther Goach, Vizepräsident der Bundesarbeitskammer und Präsident der AK Kärnten zum EU-Gipfeltreffen. Gemeinsam müsse es möglich sein, konstruktive Lösungen zu finden, Europa dürfe an dieser Frage nicht scheitern.

In der Flüchtlingsfrage fordert Goach auch Unterstützung für jene EU-Staaten, die wie Österreich sehr viele Flüchtlinge aufgenommen haben und daher vor großen Herausforderungen stehen. „Solidarität kann nicht nur in eine Richtung gehen. Jenen, die helfen, muss geholfen werden. Wir fordern deshalb, dass die Ausgaben der EU-Staaten für die Integration von Flüchtlingen von der EU-Kommission bei der Bewertung der Budgetdefizite entsprechend berücksichtigt werden“, sagt Goach.

Jedenfalls müsse die Integration in größerem Ausmaß als bisher über das EU-Budget finanziert werden. „Um einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der Fluchtbewegungen zu leisten, sollte der Europäische Sozialfonds für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen um 10 Milliarden Euro aufgestockt werden“, schlägt Goach konkret vor. Mit einer derartigen Beschäftigungsinitiative könnten die erforderlichen Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration für rund eine Million Personen finanziert werden.

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