Nationalrat – Ostermayer: „Haus der Geschichte“ auf den Weg gebracht

Nationalrat beschließt Novelle des Bundesmuseen-Gesetzes - HGÖ wird an ÖNB angedockt, aber wissenschaftlich und inhaltlich unabhängig

Wien (OTS/SK) - Mit einer heute, Donnerstag, im Parlament zur Beschlussfassung vorliegenden Änderung des Bundesmuseen-Gesetzes wird das lange diskutierte „Haus der Geschichte“ (HGÖ) auf den Weg gebracht. Das HGÖ wird – auf Vorschlag eines internationalen ExpertInnen-Beirats – „an die Österreichische Nationalbibliothek angedockt, aber wissenschaftlich und inhaltlich unabhängig agieren“, betonte Kulturminister Josef Ostermayer im Nationalrat. Mit der auf einer Empfehlung des ExpertInnen-Beirats basierenden Entscheidung für die Neue Burg als Standort für das HGÖ gebe es „die Chance, die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten in bester Lage neu zu nutzen, um das lange diskutierte Projekt ‚Haus der Geschichte‘ zu realisieren“, sagte Ostermayer. ****

Der Kulturminister unterstrich weiters, dass es durch die Realisierung des HGÖ in der Neuen Burg ein Haus mit zeitgemäßen Brandschutzeinrichtungen genauso gäbe wie z.B. ein neu gestaltetes Weltmuseum oder eine neu aufgestellte Sammlung Alter Musikinstrumente in zeitgemäßer Präsentation. Zusammen mit dem Ephesos- und dem Papyrusmuseum, der Hofjagd- und Rüstkammer und der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB), die ebenfalls in der Neuen Burg angesiedelt sind, entstünde so ein einzigartiges Museumszentrum mitten in Wien, eine Art „zweites Museumsquartier in der Hofburg“, wie Ostermayer sagte.

Durch die Einrichtung eines Publikumsforums, das beratende Funktion hat, werde auch die Bevölkerung einbezogen, sagte Ostermayer. Der Minister verwies auch auf namhafte UnterstützerInnen des HGÖ wie z.B. Hugo Portisch und Erhard Busek sowie auf RektorInnen und VertreterInnen der Religionsgemeinschaften.

Der Kulturminister skizzierte außerdem die nächsten Schritte zur weiteren Realisierung des HGÖ. Diese umfassen u.a. das Erstellen einer Vorstudie, die Besetzung eines wissenschaftlichen Beirats und des Publikumsforums sowie die Ausschreibung der Direktions-Funktion. Daran anschließend soll mit Bau, Einrichtung und Betrieb der „große Teil“ folgen, so Ostermayer, der betonte: „Ich hoffe, dass wir auch diese Schritte schaffen.“ (Schluss) mb/up

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