Nationalrat – Ostermayer: Illegalem Handel mit Kulturgütern Riegel vorschieben

Kulturrückgabegesetz schränkt Zerstörung und illegalen Handel von wichtigen Kunstschätzen ein

Wien (OTS/SK) - „Das die illegale Einfuhr von Kulturgütern verboten wird und eine Rückgabe erfolgen muss, ist ein wichtiger Schritt gegen den illegalen Kunsthandel“, stellte Kulturminister Josef Ostermayer in der Debatte um das Kulturrückgabegesetz am Donnerstag im Nationalrat fest. Die Novelle sieht die Umsetzung einer EU-Richtlinie vor, durch die der Handel mit illegalen Kulturgütern verboten, die Rückgabe geregelt und die Sorgfaltspflicht im gewerblichen Kunsthandel erhöht wird. „Durch das Unterbinden des Handels mit gestohlenen Kulturgütern können wir die Zerstörung dieser Güter einschränken“, erklärte Ostermayer. ****

Gerade in Kriegs- und Krisengebieten sind der Diebstahl und die Zerstörung von Kulturgut aktueller denn je. Mit dem Kulturrückgabegesetz passt sich Österreich an den europäischen Standard zur Rückgabe illegal ausgeführter Kulturgüter an. „Dass wir hier vor allem beim Handel ansetzen, ist logisch“, stellte Ostermayer fest. Durch das Gesetz werden die entsprechende EU-Richtlinie und das bereits vor Jahren eingegangene UNESCO-Übereinkommen zum Kulturgüterschutz umgesetzt. „Die Zerstörung von Kulturgut in Krisengebieten aus rein irrationalen Gründen ist schwer zu vermeiden, aber die Zerstörung während des Versuches, mit gestohlenen Kulturgütern Handel zu betreiben, kann eingeschränkt werden“, bekräftigte der Kulturminister. Wer gegen die Zerstörung und den illegalen Handel von Kunstschätzen sei, müsse für das Gesetz stimmen, um den Kulturgüterschutz zu stärken, so Ostermayer. (Schluss) mr/bj

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