„Universum History“: Wie das Klima die Menschheitsgeschichte „von der Antike bis in die Gegenwart“ beeinflusste

Teil 2 des „Klima macht Geschichte“-Zweiteilers am 18. März in ORF 2

Wien (OTS) - Jahrhundertfluten, Dürren, Erderwärmung – Wetterextreme sind nicht etwa ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Immer schon bestimmte das Klima den Weg des Menschen. Die zweiteilige „Universum History“-Serie „Klima macht Geschichte“ von Sigrun Laste nimmt das TV-Publikum mit auf eine spannende Reise durch die Erdgeschichte und ist dabei dem Klima, dem mächtigsten Protagonisten des Planeten, auf der Spur. In atemberaubenden Bildern werden die universellen Kräfte sichtbar, die das Klima seit jeher bestimmen. Der zweite Teil zeigt am Freitag, 18. März 2016, um 22.45 Uhr in ORF 2, wie das Klima die Menschheitsgeschichte „von der Antike bis in die Gegenwart“ beeinflusste.

Lange schon hatten Forscher den Verdacht, dass kaltes und trockenes Klima das Ende der Antike einläutete. Der Sturm der zentralasiatischen Hunnen nach Europa löst jenen Massenexodus aus, der als Völkerwanderung das Weströmische Reich ins Wanken bringt. Großstädte wie London werden zurückgelassen, sie werden zu Geisterstädten der Antike. Amerikanische Forscher bestätigen, was historische Quellen von Byzanz bis China andeuten: Um das Jahr 536 bricht der Vulkan Ilopango in Mittelamerika aus – mit verheerenden Folgen für das Weltklima, denn der Ilopango schleudert seine Asche bis in die Stratosphäre. Die Sonne verkommt zu einem bläulichen Licht, das nur schwer durch den von Asche verdunkelten Himmel dringt. Zehn Jahre Kälte sind die Folge – der Beginn des dunklen Mittelalters, in dem Hunger und Kriege herrschen und das kulturelle Leben komplett zum Erliegen kommt.

Erst 250 Jahre später beginnt sich Europa in einer nun einsetzenden Warmphase davon zu erholen. Die Wikinger brechen auf, um die Welt zu entdecken – erst das mildere Klima und eisfreie Meerespassagen ermöglichen dies. Auf dem Kontinent stabilisieren sich die Ernten, und die Bauern beginnen, ihre Wetterbeobachtungen in Regeln festzuhalten. Handelsstädte und das Bürgertum entstehen, die Nahrungsmittelproduktion wird von der Landbevölkerung übernommen. Die Blütephase der höfischen Gesellschaft geht einher mit einer wahren Gründerzeit in Europa: jener der mittelalterlichen Reiche. Den Zeitenwechsel kündigt eine heimtückische Krankheit an: Als die Pest im 14. Jahrhundert nach Europa kommt, trifft sie auf beste Bedingungen. Kälte und Hunger haben die Bevölkerung anfällig gemacht. In der nun folgenden „Kleinen Eiszeit“ beschleunigen Extremereignisse wie Dürren, Hochwasser und Vulkanausbrüche das Klimakarussell im kalten und trockenen Mitteleuropa. Der Dreißigjährige Krieg überzieht Mitteleuropa wie ein Flächenbrand. Für die apokalyptischen Zustände werden Schuldige und Sündenböcke gesucht: Die Hexenverfolgung erreicht ihren Höhepunkt.

Natürliche Kältephasen und außergewöhnliche Naturereignisse schreiben Klima- und Menschheitsgeschichte: In Frankreich trägt die bittere Kälte zum Zerfall des Ancien Régime und der Französischen Revolution bei. Das „Jahr ohne Sommer“ 1816 als Folge des Ausbruchs des Vulkans Tambora im heutigen Indonesien bringt nicht nur Missernten, sondern inspiriert auch den düsteren Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley. Erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts setzt das Klima eine neuerliche Wendemarke. Mit der einsetzenden Warmzeit richtet der Mensch seine Kraft auf ein Ziel: technischen Fortschritt und Industrialisierung. Und damit beginnt der Mensch erstmals in der Geschichte, das Klima zu beeinflussen.

Eindrucksvolle Naturaufnahmen – vom Vulkanausbruch bis zu gefährlichen Sturmfronten – im Zeitraffer oder in der Makroperspektive rücken das Klima effektvoll in den Fokus. Hochwertige Bilder von den spektakulärsten Locations der Erde wie den Vulkankratern Mittelamerikas oder dem ewigen Eis zeigen, wie das Wetter den Planeten Erde geformt hat. Durch modernste digitale Simulationen wird das Unsichtbare sichtbar: Stürme in der Atmosphäre, das Wachsen und Schmelzen von Eispanzern oder die Veränderung der Kontinente.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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