• 17.03.2016, 10:25:01
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UniClub – Vielfalt bildet! Bildet Vielfalt!

Das Kinderbüro der Universität Wien setzt mit dem Projekt UniClub Initiativen für geflüchtete Jugendliche

Utl.: Das Kinderbüro der Universität Wien setzt mit dem Projekt
UniClub Initiativen für geflüchtete Jugendliche =

Wien (OTS) - Das Projekt UniClub ist 2011 als Diversity Maßnahme der
Universität Wien im Kinderbüro der Universität Wien entstanden. Es
wendet sich an Jugendliche ab 13, die zu alt für die KinderuniWien
sind, sich für Bildung interessieren und deren Eltern noch kein
Studium in Österreich absolviert haben. Es hat zum Ziel,
bildungsbenachteiligte Jugendliche in ihren Interessen zu
unterstützen und ihnen den Weg an die Universität als eine
Bildungsoption aufzuzeigen. Mit der aktuellen Flüchtlingssituation
hat sich der UniClub den neuen gesell-schaftlichen Herausforderungen
gestellt und als UniClub PLUS ergänzende Initiativen gestartet.

LernClub und StudyBuddies
Seit Oktober 2015 ist zwei Mal pro Woche der LernClub geöffnet: neben
einem Ort zum Lernen mit Schreibtischen und Computern ist hier auch
ein Raum für Begegnungen und den wechselseitigen Austausch
entstanden. StudyBuddies, Lehramtsstudierende der Universität Wien,
unterstützen bei der Betreuung der Jugendlichen: sie üben Deutsch und
sie unterstützen die Jugendlichen in ihren Interessen, die sie auch
schon vor der Flucht hatten - ob Mathematik, Physik oder Geschichte.
Regelmäßige Workshop-Einheiten zu unterschiedlichsten Themen,
abgehalten von WissenschafterInnen der Universität Wien, und
Exkursionen, ausgerichtet auf die Wünsche und Bedürfnisse der
geflüchteten Jugendlichen, runden das Programm des UniClubs ab und
ermöglichen auch ExpertInnen die Begegnung mit einer neuen
Zielgruppe.

Karoline Iber, Geschäftsführerin des Kinderbüros der Universität
Wien: „Gerade für Jugendliche über 15 Jahren, die nicht mehr
schulpflichtig sind, ist es besonders schwer an die Bildungsziele vor
der Flucht anzuknüpfen: sie haben kein Recht auf einen Schulplatz,
wünschen sich aber nichts mehr als Unterricht, weil sie als großes
Ziel ein Studium an der Universität anstreben.“

Interessen und Potentiale fördern
Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, machte sich selbst ein
Bild vom UniClub: „Die Neugierde und der Lerneifer der Jugendlichen
sind riesig, die Sprachkompetenzen sehr beeindruckend und es ist auch
schön zu sehen, dass Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern so
freundschaftlich zusammen arbeiten. Wir freuen uns schon jetzt auf
jene, die in einigen Jahren als Studierende an die Universität Wien
kommen.“

Eine Kooperation mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung der
Universität Wien ermöglicht Studierenden neue Einblicke und Zugänge
zu einer Zielgruppe, die auch im späteren Schulalltag als Lehrerin
oder Lehrer besonderer Berücksichtigung bedarf. Für viele ist daher
die Beteiligung am UniClub eine wichtige Erfahrung, die im Rahmen von
Lehrveranstaltungen auch eingehend reflektiert wird.

UniClub sucht PartnerInnen
Mehr als 100 geflüchtete Jugendliche nutzen das Angebot derzeit, die
Nachfrage steigt stetig, das Programm ist ausgebucht. Der UniClub
finanziert sich über Spenden. Derzeit läuft die Finanzierung etwa
über die Berndorf Privatstiftung, der ISPA Internet Service Providers
und freiwillige Mitarbeit. Das Bundesministerium für Bildung und
Frauen hat den Start des Projekts unterstützt. Der UniClub sucht
jedoch noch PartnerInnen, um das Projekt langfristig absichern zu
können. „Die Jugendlichen brauchen in der großen Unsicherheit ihrer
Lebenssituation gerade für ihre Zukunftsplanung klare Perspektiven
und längerfristige Strukturen“, so Karoline Iber, „das können wir
dann sicherstellen, wenn wir PartnerInnen finden, die uns mit der
notwendigen Finanzierung nachhaltig unterstützen.“

Weitere Informationen: www.uniclub.at

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