Bilanz 2015 des AK-Rechtsschutzes Linz: Mehr als 33 Millionen Euro erkämpft

Linz (OTS) - Mehr als 113.000 Arbeitnehmer/-innen aus den Bezirken Linz, Linz-Land und Urfahr-Umgebung haben im Vorjahr Rat und Hilfe bei der Arbeiterkammer gesucht. Das zeigt die Leistungsbilanz 2015 des AK-Rechtsschutzes Linz. „In Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit weht den Beschäftigten ein rauer Wind ins Gesicht. Umso wichtiger, dass sie sich auf unsere kostenlose und wirksame Hilfe verlassen können“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Im vergangenen Jahr wandten sich 113.146 AK-Mitglieder mit arbeits-und sozialrechtlichen Fragen an den AK-Rechtsschutz Linz. Vor allem die telefonische Rechtsberatung hat sich wieder bestens bewährt. Dem Großteil der 87.437 Anrufer/-innen wurde sofort geholfen.
Zu einem persönlichen Beratungsgespräch sind im Vorjahr 18.716 Arbeitnehmer/-innen in die Arbeiterkammer Linz gekommen. 6.993 AK-Mitglieder meldeten sich schriftlich oder per E-Mail bei den Rechtsexpertinnen und -experten.

33,530.906 Euro Vertretungserfolg
Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen kam zur Beratung die Vertretung. Durch außergerichtliche Interventionen wurden im Vorjahr 1,479.275 Euro an vorenthaltenem Entgelt eingebracht.
Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern/-innen beharrlich Geld schuldig bleiben, müssen die Ansprüche beim Arbeits- und Sozialgericht eingeklagt werden. Auf diesem Wege wurden 3,275.728 Euro erkämpft. In den Gerichtsverfahren ging es hauptsächlich um offene Löhne und Gehälter, Überstunden und Mehrarbeit, aber auch um Beendigungsansprüche. Doch selbst nach einem rechtskräftigen Urteil ist keineswegs sicher, dass bezahlt wird. In einigen Fällen kommen die Arbeitnehmer/-innen nur zu ihrem Geld, wenn die AK ein Exekutionsverfahren ankündigt oder einleitet.
Außerdem wurden 2015 für Arbeitnehmer/-innen, die von einer Insolvenz in den Bezirken Linz, Linz-Land und Urfahr-Umgebung betroffen waren, 9,132.024 Euro geholt.
In Sozialrechtsangelegenheiten erstritt der AK-Rechtsschutz Linz im vergangenen Jahr 19,643.879 Euro. Dabei ging es hauptsächlich um Pensionsansprüche (Invaliditätspension, Berufsunfähigkeitspension) und Pflegegeld.

Damit hat der AK-Rechtsschutz Linz 2015 an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen Zahlungen von insgesamt 33,530.906 Euro für die AK-Mitglieder erreicht.

Zu gering entlohnt
Viele Unternehmen verletzen das Arbeitsrecht systematisch. Auch beim AK-Rechtsschutz Linz häufen sich solche Fälle. Hier ein typisches

Beispiel:
Ein Arbeitnehmer war dreieinhalb Monate lang in einem Gastronomiebetrieb als Pizzakoch tätig. Nach der einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses ließ er die Lohnabrechnungen vom AK-Rechtsschutz Linz überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann unterkollektivvertraglich entlohnt worden war und keine Überstunden bezahlt bekommen hatte. Er hatte jede Woche sechs Tage zu jeweils zwölf Stunden ohne Pause durcharbeiten müssen! Das Feiertagsarbeitsentgelt war die Firma dem Pizzakoch genauso schuldig geblieben wie die Urlaubsersatzleistung. Der AK-Rechtsschutz musste klagen, weil eine außergerichtliche Einigung nicht möglich war. Doch die Firma zahlte trotz rechtskräftigen Urteils nicht und ging schließlich in die Insolvenz. Die Arbeiterkammer verschaffte dem Arbeitnehmer sein Geld beim Insolvenzfonds: mehr als 8.100 Euro.

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