Journalismustage 2016 holen SPIEGEL-Chefredakteur nach Wien

Thema der Konferenz am 14. April: “Glaubwürdigkeit”, u.a. mit Klaus Brinkbäumer, Eva Weissenberger, Florian Klenk, Dieter Bornemann und Cathrin Kahlweit

Wien (OTS) - In einem spannenden Jahr für den Journalismus widmet sich die Branchenkonferenz der österreichischen Journalistinnen und Journalisten heuer dem Thema “Glaubwürdigkeit”. Als Keynote-Speaker konnte SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gewonnen werden.

Brinkbäumer ist seit etwas mehr als einem Jahr Chefredakteur des wichtigsten Nachrichtenmagazins in Deutschland. In einem viel diskutierten Leitartikel hat er Ende Jänner die Fehlerkultur der Medien scharf kritisiert. Brinkbäumer und seine Redaktion haben anschließend ihre Leserinnen aufgefordert, die Redaktion mit Kritik zu konfrontieren. Er wird am 14. April im Wiener Museumsquartier seine Erfahrungen teilen.

Dieter Bornemann, der Redakteurssprecher des ORF, erläutert anschließend in vier Thesen, warum Glaubwürdigkeit vor allem Unabhängigkeit braucht. Er widmet sich unter anderem der Frage: Was sind die Voraussetzungen, damit JournalistInnen unabhängig berichten können? Welche Debatten dürfen wir nicht nur intern führen, in welche Debatten müssen wir das Publikum einbeziehen?

Das Thema des Jahres, die Situation der Flüchtlinge, steht dann im Zentrum der Debatte zwischen Corinna Milborn (Infochefin Puls4), Florian Klenk (Chefredakteur Falter) und Stefan Kappacher (Redakteur Innenpolitik & Medien, Ö1). Sie hinterfragen die Rolle der JournalistInnen in der Berichterstattung über Flucht und Migration.

Wie stellt sich die österreichische Medienlandschaft für Beobachter von außen dar? Darüber spricht Lisa Mayr (Der Standard) mit Cathrin Kahlweit, SZ-Korrespondentin für Mitteleuropa, und Hans-Peter Siebenhaar, Österreich-Korrespondent beim Handelsblatt.

Madeleine Suttner diskutiert mit Petra Bernhardt (Politikwissenschaftlerin & Visual Studies, Universität Wien), Lela Ahmadzai (freie Fotografin und Multimediajournalistin), Jürg Christandl (Fotograf Kurier) und Gerhard Hinterleitner (Geschäftsführer Bildagentur Asablanca, Foto-Netzwerker) über die aktuellen Herausforderungen im professionellen Umgang mit Bildern. Veränderte mediale Produktionsbedingungen und Vertriebskanäle sowie ökonomische Umbrüche in der Medienlandschaft hinterlassen auch im Fotojournalismus ihre Spuren.

Die Glaubwürdigkeitskrise betrifft nicht nur die Medien, sondern viele Institutionen. Deshalb sucht die Autorin Lauren Kessler an der University of Oregon – mit einer Prise Aktivismus – nach medienspezifischen Lösungen, um das Vertrauen in den Journalismus wieder herzustellen. Sie spricht mit Anna Wallner (Die Presse) über ihre Erwartungen.

Neben den Debatten auf der Hauptbühne stellen die Journalismustage auch wieder die journalistische Praxis ins Zentrum. Auf der Sidestage berichten JournalistInnen über ihre Erfahrungen, Probleme und Herausforderungen im Alltag.

Early Bird Tickets für die österreichischen Journalismustage sind um 29 Euro noch unter https://ntry.at/jt16 erhältlich. Alle Speaker finden Sie auf http://www.journalismustage.at/

Journalismustage 2016
Ort: Museumsquartier, Arena 21
Beginn: 9 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

Journalismustage.at
Daniela Kraus
fjum_forum journalismus und medien
Daniela.Kraus@fjum-wien.at
0699/14894848

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