Neues Volksblatt: "Ein Anfang" (von Harald Gruber)

Ausgabe vom 17. März 2016

Linz (OTS) - „Der Pfarrer, der Doktor und der Schuldirektor sind die Säulen des gesellschaftlichen Lebens am Land“, sagte man früher. Heute geht es aber bereits um viel mehr. Schlicht um die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten. Zwischen zwei demographischen Entwicklungen baut sich nämlich ein Spannungsfeld auf. Einerseits schreitet mit der Alterung der Gesellschaft der Bedarf an medizinischen Leistungen voran. Andererseits werden auch die Mediziner älter und der medizinische Nachwuchs kommt nicht entsprechend schnell nach.
Umso besser, wenn der Blick auf diese Problematik zu sinnvollen Reaktionen führt. Wie gestern eben in Form der Erleichterungen für Hausapotheken.
Dieser Schritt reiht sich in Oberösterreich ein in eine ganze Reihe an positiven Impulsen zugunsten der hausärztlichen Versorgung. Angefangen mit dem Aufbau der Medizinischen Fakultät über Verbesserungen beim Hausärztlichen Notdienst bis hin zur gemeinsamen Finanzierung von Lehrpraxen durch Land OÖ und Oö. Gebietskrankenkasse.
Das Beispiel Lehrpraxen zeigt aber auch, dass der Bund seinen Blick verstärkt auf die ländlichen Regionen wird richten müssen. Eigentlich ist nämlich der Bund zuständig für die Finanzierung der Lehrpraxen. Außerdem wird in den Ländern erwartet, dass der Bund die Ausbildungszeit der Mediziner (zeitgemäß) verkürzt und die Zahl der Medizin-Studienplätze erhöht. Das gestern war also (erst) ein guter Anfang.

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