WUNDERGLAS – Laura de Santillana - Alessandro Diaz de Santillana

Schloss Ambras Innsbruck lässt in einer großen Sonderausstellung gläserne zeitgenössische Kunst auf die eigenen historischen Sammlungen treffen

Innsbruck (OTS) - Laura de Santillana und Alessandro Diaz de Santillana gehören zu den angesehensten Künstlern unserer Zeit, die Glas als facettenreiches Material ihrer autonomen künstlerischen Arbeit verstehen. Sie verfügen über ein profundes Wissen um die Traditionen des venezianischen Glases sowie die technischen und künstlerischen Möglichkeiten des Materials. Für die Ausstellung nehmen die Künstler Bezug auf die Sammlerpersönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. und das Weltbild der Renaissance. Im Schloss treten ihre faszinierenden Objekte in einen sinnreichen Dialog mit den Ambraser Sammlungen: In der Kunst- und Wunderkammer, dem Spanischen Saal, dem Bad der Philippine Welser, der St. Nikolauskapelle, der Glassammlung Strasser und der Habsburger Porträtgalerie werden ihre Werke zu »Wunderglas«

Laura de Santillana (* 1955) und Alessandro Diaz de Santillana (* 1959) wuchsen in einer der bedeutendsten Glasmacherfamilien Venedigs auf. Sie waren als Designerin und Designer im Familienunternehmen tätig, das 1921 von ihrem Großvater Paolo Venini auf der Insel Murano gegründet und ab 1959 von ihrem Vater Ludovico Diaz de Santillana geleitet wurde. Nach Verkauf der Firma Venini gründete die Familie im Jahr 1986 die Firma EOS. Nach der Veräußerung von EOS 1993 wandten sich beide vom Gebrauchsobjekt ab und ausschließlich der Kunst zu. Heute zählen Laura de Santillana und Alessandro Diaz de Santillana zu den international profiliertesten Vertretern der autonomen Glaskunst. Sie experimentieren mit neuen Glastechnologien und lassen subtile, formal minimalistische Kunstwerke entstehen.

Ort der Ausstellung ist das Renaissance-Schloss des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595), Sohn Kaiser Ferdinands I. Als eine der bedeutendsten Sammlerpersönlichkeiten der Geschichte hatte er seine weltberühmten Sammlungen in einem eigens errichten Museumbau untergebracht, wodurch heute Schloss Ambras Innsbruck das älteste Museum der Welt ist. Glas übte auf Ferdinand eine besondere Faszination aus: In Innsbruck begründete er eine Hofglashütte mit Glasbläsern von der Insel Murano, die in der Renaissance für unerreicht transparentes Glas berühmt war. Er sammelte wertvolle Gläser aus der Glashütte in Hall in Tirol, aus Böhmen und Venedig. Viele dieser Kostbarkeiten sind heute noch in der Ambraser Kunst- und Wunderkammer erhalten.

Die Begeisterung der beiden Künstler für den besonderen Ort wuchs beständig. Ihre Kunstwerke werden im gesamten Schloss gezeigt: An speziell ausgesuchten Plätzen spielen die Glasobjekte als Interventionen subtil mit dem Licht der Räume und den Objekten der Geschichte – aber auch mit der Imagination der Besucher.

Die Ausstellung wird von Claudia Lehner-Jobst kuratiert und findet im Rahmen des Innsbrucker Osterfrühlings statt. Sie wird bis 3. Juli 2016 gezeigt. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog auf Deutsch/Englisch.

Infos und Bilder unter:
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