Ärztliche Hausapotheken: Schnellschuss zielt an den Bedürfnissen vorbei

Bevölkerung braucht Arzt und Apotheker

Wien (OTS) - Bereits vor über einem Jahr hat die Österreichische Apothekerkammer einen konstruktiven Vorschlag eingebracht, um die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln auf dem Land flächendeckend sicherzustellen. „Unser Modell ermöglicht den Patienten die optimale Gesundheitsversorgung durch Arzt und Apotheke. Dies ist und war immer unser oberstes Ziel. Mit dem heutigen Schnellschuss wird dies bedauerlicherweise blockiert“, nimmt Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, zu den heute präsentierten Vorschlägen der Regierungskoalition zum Hausapotheken-Thema Stellung. Der Initiativantrag sichert nicht nur bestehende ärztliche Hausapotheken, sondern ermöglicht darüber hinaus die Bewilligung zusätzlicher ärztlicher Hausapotheken.

Rückschritt in der Versorgung

Damit gefährdet die aktuelle Initiative bestehende Apotheken auf dem Land, die einen wertvollen Bestandteil der Nahversorgung darstellen. Er verhindert in größeren und wachsenden Gemeinden die Neueröffnung von öffentlichen Apotheken und Filialapotheken, sodass die Bevölkerung in diesen Orten auf das umfangreiche Angebot und die vielfältigen Serviceleistungen einer Apotheke verzichten muss. Der Initiativantrag bedeutet daher einen Rückschritt in der Patientenversorgung.

Apotheken auf einen Blick

In den 1.360 Apotheken in Österreich beraten knapp 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Im Rahmen des Medikationsmanagements werden sämtliche Medikamente der Patienten gemeinsam besprochen und die korrekte Einnahme erklärt.
In einer Apotheke lagern durchschnittlich 6.000 verschiedene Arzneimittel, in Summe 20.000 Arzneimittelpackungen, und garantiert damit eine optimale Arzneimittelversorgung am Land und in der Stadt.

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