Korun und Windbüchler: Deschner-Preis für Badawi zeigt, dass es weitere Schritte für Freilassung Badawis braucht

Grüne fordern abermals Schließung des König Abdullah Zentrums

Wien (OTS) - Raif Badawi und seine Frau Ensaf Haidar werden mit dem Deschner-Preis, der für Verdienste im Sinne der Religionskritik steht, ausgezeichnet. Anlässlich dieser Bekanntgabe weist Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, darauf hin, dass Badawi und sein Anwalt Abu Al-Khair seit Monaten in einem Isolationsgefängnis in Saudi-Arabien weggesperrt sind.
"Es gibt für sie kaum Möglichkeit mit der Außenwelt zu kommunizieren. Die ärztliche Versorgung dort scheint kaum existent zu sein. Es ist höchste Zeit, dass der Druck auf die saudische Regierung erhöht wird", fordert Korun und weiter: "Solange mitten in Österreich ein Wahrzeichen der saudischen Regierung - das "König Abdullah Zentrum" -trotz nachweislich mangelnden Reformwillens zu einem ernstzunehmenden Menschenrechtsengagement - unangetastet weiterbesteht, scheint sich die saudische Regierung sicher zu sein, dass Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land keinerlei ernstzunehmende Konsequenzen der österreichischen Regierung nach sich ziehen."

Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler, fordert Außenminister Kurz auf, in Fragen der Menschenrechte in Saudi Arabien tatsächlich aktiv zu werden. „Die Grünen werden weiterhin vor dem König Abdullah Zentrum in Wien Mahnwachen für die Freilassung des Bloggers und seines Anwaltes abhalten, um eben genau auf die Missstände hinzuweisen. Durch unsere wöchentlichen Mahnwachen werden Badawi und Abu Al-Khair nicht vergessen. Das sogenannte Dialogzentrum hat sich bis heute nicht zu den skandalösen Repressionen Saudi Arabiens gegen die Menschenrechtsaktivisten geäußert. Öffnung und Dialog bedeuten auch, sich kritisch zu äußern, wenn es notwendig ist. Die schweigsame Zustimmung ist für uns inakzeptabel. Deshalb fordern wir abermals die Schließung des Abdullah Zentrums."

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