AK-Wieser: Image der Lehre muss weiter gehoben werden

Erhöhte Entschädigungen für Friseurlehrlinge wichtiges Signal – Noch halten sich falsche Vorstellungen in den Köpfen

St. Pölten (OTS) - Die 610 niederösterreichischen Friseurlehrlinge erhalten ab April eine deutlich höhere Lehrlingsentschädigung. Das wurde in der jüngsten Kollektivvertragsverhandlung beschlossen. Das Plus im ersten Lehrjahr beträgt 16,5 Prozent, im zweiten Lehrjahr 12 Prozent und im dritten Lehrjahr 10,1 Prozent. „Das ist ein klares Signal, um das Image der Lehre zu verbessern“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Gut ausgebildete Fachkräfte sind beste Investitionen für die Zukunft.

Eine duale Berufsausbildung bringt ein gutes Einkommen und schützt vor Arbeitslosigkeit. Die AK Niederösterreich setzt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich viele Initiativen um, damit der Lehrberuf auch die notwendige Wertschätzung und die Jugendlichen wichtige Informationen erhalten: Regionale Drehscheiben zur Vernetzung und Unterstützung von SchülerInnen und Betrieben, Hilfe bei der Berufswahl, erstmals Berufsorientierung in der Lehrerausbildung oder die Messe Zukunft.Arbeit.Leben mit fast 10.000 TeilnehmerInnen.

„Das Image der Lehre muss aber weiter verbessert werden“, so Wieser. Vor allem in den Köpfen sind die vielen positiven Seite der Lehre noch nicht überall angekommen. Wie eine Umfrage ergab, raten etwa 85 Prozent der LehrerInnen ihren Schülern, doch möglichst die Matura anstatt einer Lehre zu machen. Nur 33 Prozent der Eltern glauben an gute Jobaussichten nach einer Lehre. Dabei liegen die Einkommen von Lehrlingen zwölf Monate nach Abschluss gleichauf mit jenen von Absolventen der BHS und deutlich über jenen der AHS und BMS. „Die Lehre ist ein Erfolgsmodell. Daher braucht es weitere Anstrengungen, um die duale Ausbildung auch in der Gesellschaft aufzuwerten“, betont Wieser.

Rückfragehinweis:
Gernot Buchegger MA
Pressesprecher des Präsidenten
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich

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