Ornig ad Sektion 8: Gut gemeint, aber falsch durchdacht

Öffentliche Inserate massiv kürzen, Neuaufstellung der Presseförderung gefordert

Wien (OTS) - „Der Vorschlag der Sektion 8, Medienspendings an den Ehrenkodex des Presserates zu koppeln, ist zwar gut gemeint, aber dennoch falsch gedacht“, reagiert Markus Ornig, Mediensprecher von NEOS Wien, auf den Antrag der Sektion 8 beim SPÖ-Bezirksparteitag. Denn es gäbe viel zu hohe Werbespendings der öffentlichen Hand, und daran werde nicht gerüttelt: „Es ändert nichts am aktuellen System, wenn ich dem ‚bösen’ Boulevard Geldmittel wegnehme und sie dafür – wieder über das politische System - in andere Medien investiere. Die Inserate der öffentlichen Hand müssen radikal reduziert werden. Alleine seitens der Stadt Wien werden fast 33 Millionen Euro eingemeldet, und das noch exklusive der Werbespendings unter der Bagatellgrenze.“

Auch die Koppelung an Entscheidungen des Presserats hält Ornig für demokratiepolitisch bedenklich. „Der Presserat ist ja nicht demokratisch legitimiert, würde dadurch aber enorm an Macht hinzugewinnen“, erinnert Ornig. Er plädiert daher für eine Neuaufstellung der Presseförderung, die die wirtschaftliche und politische Verzerrung beendet und auch kleinere Medien fördert. „Wir brauchen ein neues Fördersystem, und nicht alten Wein in neuen Schläuchen“, schließt Ornig.

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