Studienergebnisse zur Arbeits- und Lebenssituation der Filmschaffenden in Österreich

Im Rahmen eines Pressegesprächs wurden heute die Ergebnisse der von der VdFS initiierten Studie zur sozialen Lage österreichischer Filmschaffender präsentiert.

Wien (OTS) - Die Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS) hat in Kooperation mit dem Dachverband der österreichischen Filmschaffenden, dessen Mitgliedsverbänden und dem Verband Filmregie Österreich das Institut L&R Sozialforschung mit der Durchführung einer Studie zur Arbeits- und Lebenssituation der Filmschaffenden in Österreich beauftragt.

Die hohe Zahl der an der Studie teilnehmenden Filmschaffenden war ein erstes Indiz für die Notwendigkeit und Relevanz der Studie. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen können erstmalig detaillierte Aussagen zu Themen wie Charakteristika des Filmschaffens, soziodemographische Merkmale der Filmschaffenden, Tätigkeits- und Beschäftigungssituation, Einbindung in Sozialversicherung und Einkommenssituation, Aus- und Weiterbildung, Mobilität und Vernetzung und die Rolle von kulturellen und sozialen Förderungen getroffen werden. Die - in ihrer Drastik teils überraschenden - Ergebnisse, die heute bei einem Pressegespräch gemeinsam mit den Studienautoren vorgestellt wurden, zeigen, dass es unumgänglich ist, rasch auf die veränderte Lebensrealität mit Reformen zu reagieren. Die folgenden vier Vorschläge und Kernforderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Filmschaffende in Österreich waren ebenfalls Teil der heutigen Präsentation:

1. Schaffung einer branchenspezifischen Sozial- und Pensionsversicherungslösung in Zusammenarbeit mit den Filmschaffenden.

2. Anpassung Arbeitszeitregelung und spezielle Förderung der Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf (Schaffung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten die der Arbeitsrealität entsprechen, finanzielle Zuschüsse und steuerliche Absetzbarkeit, Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs von Elternteilen).

3. Weichenstellung für Produktions-/Auftragsoffensive (Fernsehanstalten, Filmförderung, Industrie und Wirtschaft) sowie Wirtschaftsförderung/Standortförderung/Steueranreize nach internationalem Vorbild zur Stärkung der Filmbranche und Verbesserung der sozialen Situation Filmschaffender.

4. Einhaltung geltender Rechtsnormen (Anstellungspflicht etc.) samt Neugestaltung des Kollektivvertrages.

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