ÖVP-Becker stimmt für neues "humanitäres Visum" zur legalen Einreise nach Europa

"Es darf nicht sein, dass man illegal einreisen muss, um legal einen Asylantrag zu stellen"

Brüssel, 16. März 2016 (ÖVP-PD) Der ÖVP-Europaabgeordnete Heinz K. Becker hat heute im Innenausschuss des EU-Parlaments für die Einführung eines neuen "europäischen humanitären Visums" für die Einreise von Schutzsuchenden in den Schengenraum gestimmt.
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"Es darf nicht sein, dass man illegal einreisen muss, um legal einen Asylantrag zu stellen. Mit einem humanitären Visum werden Schutzsuchende in Zukunft schon außerhalb Europas registriert und kontrolliert, ob sie überhaupt als berechtigte Asylwerber gelten können", so Becker heute nach der Abstimmung im Europäischen Parlament in Brüssel.

Der geplante neue Visa-Kodex, der die Einreisemöglichkeiten in den Schengenraum neu regeln soll, braucht noch die Zustimmung der EU-Mitgliedsaaten und des Gesamtparlaments. "Primär dient der neue Visa-Kodex aber der Förderung des Tourismus aus Drittstaaten und der Stärkung von Wirtschaftstätigkeit und Kooperationen zum Vorteil Europas", erläutert Becker.

"Ich sehe im humanitären Visum auch einen neuen Weg, um den kriminellen Schleppern ihr Treiben schwerer zu machen. Wenn Asylsuchende nämlich legal einreisen können, brauchen sie keine Hilfe von kriminellen Schleppern mehr", erklärt der ÖVP-Abgeordnete.

Gleichzeitig sei der Auf- und Ausbau der Registrierungszentren sowohl außerhalb der EU, als auch in den südlichen EU-Ländern dringend notwendig. "Wer Migration steuern will, wer zwischen wirklich Schutzbedürftigen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden will, muss diese Infrastruktur so schnell wie
möglich operationsfähig machen", so Becker.

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